15.10.2019 - 16:50 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Vier Büros anstatt Leerstand im alten Postgebäude

Das alte Postgebäude wird künftig als Bürohaus genutzt. Der charaktervolle Bau ist damit mittelfristig gesichert. Der Bauausschuss begrüßt das Vorhaben. Ebenso die Anpflanzung einer Bienen-Nährhecke an der Schießanlage des Schützenvereins.

Nach der Teilsanierung und Neugestaltung der Fassade werden im ehemaligen Postgebäude vier Büroeinheiten in unmittelbarer Altstadtnähe zur Verfügung stehen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Im Bauausschuss wurde am Dienstagnachmittag zu allen vorliegenden Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Eine Bauvoranfrage für den Anbau einer Einliegerwohnung an das bestehende Wohnhaus in der Sudetenstraße 11 wurde begrüßt und keine Einwände zu den erforderlichen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans und der beantragten Abweichung zu den Abstandsflächen vorgebracht.

Keine Gegenstimmen gab es zum geplanten Anbau an die bestehende Garage im Münchner Ring 2 (festgesetzte Baugrenzen werden überschritten). Die Besitzerin des alten Postgebäudes in der Straße Zum Bahnhof 2 beantragte eine Nutzungsänderung im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss von Laden und Wohnen in Büros. „Die Eigentümerin führt derzeit eine Teilsanierung und Fassadenerneuerung durch“, informierte Bauamtsleiter Andreas Mandl. Es ist beabsichtigt, anstelle des Leerstands beide Geschosse für gewerblich genutzte Büroeinheiten vorzusehen. Insgesamt sind vier Einheiten geplant, darunter im Erdgeschoss das eigengenutzte Immobilienbüro. Das Dachgeschoss verbleibt als nicht ausgebauter Dachboden. „Durch die Nutzungsänderung werden keine Veränderungen an der Fassade verursacht“, betonte Mandl. Der städtebauliche Berater, Siegi Wild, stellte fest, dass damit der charaktervolle Bau kurz- bis mittelfristig gesichert sei. „Das Gebäude wird farblich anders gestaltet und ein Hingucker“, betonte Bürgermeister Heinz Weigl.

Zum Postgebäude lag ein weiterer Antrag vor. Die Bauherrin möchte am rückwärtigen Gebäudeteil einen Balkon (4,70 Meter Länge und 3,62 Meter Breite) errichten. Vorgesehen ist eine aufgeständerte Stahlkonstruktion mit Glasbrüstung. „Der Standort ist von öffentlichen Flächen kaum einsehbar“, informierte Andreas Mandl. Der nächste Bauantrag kam von der Stadt selbst und hatte den Neubau eines Hochbehälters und einer Trinkwasser-Aufbereitungsanlage auf dem Grundstück Am Galgenberg zum Inhalt. Wie bereits in den Stadtratssitzungen vorgestellt, besitzt der Neubau die Maße von 17,20 Meter Breite und 31,40 Meter Länge und wird mit einem Keller- und Erdgeschoss ausgeführt. „Es wird ein reiner Zweckbau, ähnlich wie das Bestandsgebäude“, bekräftigte der Bürgermeister. Auf der Ergänzungsliste stand die Erweiterung des bestehenden Wohnhauses in der Hinteren Sailergasse 12 (geringfügige hofseitige Erweiterung und vorgelagerte Terrasse im Innenhof). Bereits in der Sitzung vom 17. Juli 2018 wurde das gemeindliche Einvernehmen für die Aufstellung eines Kaltvergasers im Industriegebiet West 23 erteilt. Nun lag eine geringfügige Veränderung des Standortes vor, nachdem geplant ist, den vorhandenen Stickstoffbehälter zu ersetzen. Dazu gab es keine Einwendungen.

Der letzte öffentliche Punkt auf der Tagesordnung war ein Antrag der „Scharfschützen Oberviechtach“, vertreten von Zweiten Schützenmeister Günter Gilch, auf Zustimmung zur Anpflanzung einer 60 Meter langen Bienen-Nährhecke entlang der Bürgermeister-Spichtinger-Straße. Bei einer Ortsbesichtigung machten sich die Mitglieder des Bauausschusses ein Bild davon und begrüßten die Baumpflanzaktion einhellig.

Zwischen der Bürgermeister-Spichtinger-Straße (rechts) und der eingehausten Schießanlage oberhalb des Schützenheimes wollen die Scharfschützen auf einer Länge von 60 Metern Bäume pflanzen. Gedacht ist an 7 Esskastanien, 6 Apfelbäume und 12 Kirschpflaumen.
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