„Kikeriki“, „Bleamerl“, „Woldjager“ und die „Krebspolka“ füllten am Samstagnachmittag die Tanzfläche im Emil-Kemmer-Haus, wo die „Vöichtacher Rucksack-Musi“ ihr 20-jähriges Gründungsfest feierte. Volkstänzer aus der gesamten mittleren Oberpfalz gaben sich ein Stelldichein und feierten das Jubiläum begeistert mit, wobei sich die traditionsreichen Figurentänze als Höhepunkt im Festprogramm erwiesen. „Heute sind nur Bayerische im Programm“, betonte Alwin Heim als Leiter der Volksmusik-Formation, die im Laufe der zwei Jahrzehnte in ihrer Zusammensetzung immer wieder einem Wechsel unterzogen war.
Dies traf auch am Jubiläumstag selbst zu, als das Stammpersonal von sechs Mann mit zwei Damen Zuwachs bekam. Die zwei Schwestern Luisa und Hannah Schorner aus Schnaittenbach werden künftig mit Tenorhorn und Klarinette den Klangkörper erweitern.
Die Stammbesetzung
Die bisherige Besetzung der Sechsmann-Kapelle existiert seit 2017: Alwin Heim (Klarinette), Johannes Mathes (Flügelhorn), Stephan Prey (Flügelhorn), Michael Fleischer (Akkordeon), Christian Niebauer (Tenorhorn) und Michael Niebauer (Bass). Viele weitere Musikantinnen und Musikanten unterstützten aber in der Vergangenheit immer wieder bei verschiedenen Auftritten die Formation.
Musikalisch zeichnet sich die „Vöichtacher Rucksack-Musi“ durch selbst komponierte Stücke aus. Der originelle Name bezieht sich übrigens auf eine spontane Idee aus der Gründungszeit: Alle Noten sollten in einen Rucksack passen. Die Gründungsinitiative erfolgte vor 20 Jahren bei einem Volkstanzabend in Oberviechtach durch Alwin Heim und dem zwischenzeitlich verstorbenen Niedermuracher Manuel Fleischmann. „Mit Hans, Michael und Christian Niebauer stand noch am gleichen Abend die Grundformation“, erinnert sich Alwin Heim bei der Jubiläumsfeier. Markus Bayer (Trompete) gesellte sich noch dazu, als am 6. März 2006 die erste Probe in Oberviechtach über die Bühne ging.
Große Verdienste bei der Entwicklung der Oberviechtacher Tanzlmusik hatten Anita und Peter Schneeberger und später auch Anita und Alfred Merl. „Diese verstanden es, wie man die Musik an die Tänzer anpasst“, meinte Alwin Heim respektvoll gegenüber den Mentoren der Kapelle, während Peter Scheeberger selbst auf die zugrunde liegenden historischen Hintergründe der Volkstänze blendete.
Musikanten, die tanzen können
Während die Jubiläumsmusikanten am Nachmittag selbst mit Zwiefachen, Polka, Marsch, Boarischen und Walzer aufspielten, wollten sie am Abend ihres Festtags auch das Tanzbein schwingen und hatten deshalb die „Rüscherl Muse“ aus Pleystein engagiert. Diese sorgte ebenfalls für musikalischen Schwung und gute Laune im Emil-Kemmer-Haus.













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