07.09.2018 - 18:13 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Volksbildung bleibt wichtig

Das neue Programmheft für Herbst/Winter der Volkshochschulen im Landkreis liegt auf. Nachdem sich ab nächstem Jahr ein neuer Verbund formiert, ist das blaue Heft das letzte in dieser Form.

Das neue Programmheft Herbst/Winter 2018/19 wird das letzte des Vereins Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf sein. Dessen Vorsitzender Wilhelm Narnhammer (von links) freut sich zusammen mit Michael Hösl, Vorsitzender des Volksbildungswerks Oberviechtach-Schönsee und Bürgermeister Heinz Weigl über ein "rundes Angebot" zu sehr moderaten Kursgebühren.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

(ptr) "Für die Kursteilnehmer ändert sich nichts", sagt Michael Hösl, Vorsitzender des Volksbildungswerkes (VBW) Oberviechtach-Schönsee. Beim Pressetermin im Rathaus ist auch sein Vorgänger Wilhelm Narnhammer aus Neunburg anwesend, der derzeit noch als ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins der Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf aktiv ist. Hier ist das VBW Oberviechtach - neben Nabburg, Nittenau/Bruck und Neunburg - schon lange Mitglied. Gemeinsam wird ein Jahresprogramm herausgebracht und man tritt gegenüber dem Dachverband als Einheit auf. Doch nun werden in einem Punkt die Vorgaben des Bayerischen Volkshochschulverbands nicht erreicht. Im vergangenen Jahr kam man nur auf 20 291 Doppelstunden, 30 000 wären erforderlich gewesen.

Fünf statt Vier

Abhilfe schafft hier die bereits beschlossene Fusion mit der Volkshochschule (VHS) im Städtedreieck, während die VHS Schwandorf weiterhin eigenständig bleibt. Nach der Fusion löst sich der Verein der Volkshochschulen im Landkreis auf und die Fünf gründen einen Zweckverband. Programmerstellung, Internetauftritt und Abrechnung übernimmt die VHS im Städtedreieck mit Sitz in Maxhütte-Haidhof. Das gemeinsame Geheft wird dicker und die Arbeit wird mehr. Das läuft dann natürlich nicht mehr auf ehrenamtlicher Schiene. Der entstehende Verwaltungsaufwand erklärt auch die künftig benötigten höheren Zuschüsse von den Kommunen. Die Umsetzung wird mit 80 Prozent, die Personalkosten für maximal zwei Jahre mit 50 Prozent bezuschusst.

Künftig rund 5000 Euro

Die Stadt Oberviechtach fördert den Verein Volkshochschule im Landkreis Schwandorf bisher mit 5 Cent je Einwohner (rund 250 Euro) und das Volksbildungswerk Oberviechtach-Schönsee mit 7 Cent je Einwohner (350 Euro), zusammen 600 Euro im Jahr. Künftig wird mit einem Kostenbeitrag von einem Euro je Einwohner kalkuliert, was der Stadtrat bereits abgesegnet hat.

Wilhelm Narnhammer (74), der bisher die komplette Abrechnung auf seinem Privat-PC ehrenamtlich erledigt hat, kann nach der Gründung des Zweckverbands seinen Ruhestand antreten. "Das passt schon", meint er, denn einen ehrenamtlichen Nachfolger hätte er wohl nur schwer gefunden. Außerdem gebe es laufend Veränderungen, so dass es eine ehrenamtliche Kraft gar nicht mehr schaffe, immer auf dem neuesten Stand zu sein.Trotzdem schwingt ein wenig Bedauern in seiner Stimme mit, als er mit Michael Hösl und Bürgermeister Heinz Weigl das neue Programmheft Herbst/Winter 2018/19 durchblättert. "Die Kursgebühren bleiben stabil und sind weiterhin moderat", sagt Hösl. Und Narnhammer freut sich, dass der Tschechischkurs in Oberviechtach so gut läuft: "Da sind uns alle anderen neidig", weiß er zu berichten. Aber auch die weiteren Sprachkurse, wie Französisch, Italienisch und Englisch, haben eine große Fan-Gemeinde.Weiterhin kostenlos soll es den Kurs "Fremdsprache Deutsch" geben.

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