29.01.2019 - 13:44 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Vorwehen der Kommunalwahl

Tobias Ehrenfried bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender und führt den CSU-Ortsverband Oberviechtach in die Kommunalwahlen 2020. Ziel ist es, den nächsten Bürgermeister und die Stadtratsmehrheit zu stellen.

Tobias Ehrenfried (links) steht für weitere zwei Jahre an der Spitze des CSU-Ortsverbandes Oberviechtach, hier im Bild mit den weiteren Vorstandsmitgliedern.
von Georg Köppl Kontakt Profil

(kö) Mit Blick auf die Kommunalwahlen wurde der Termin (die letzte Hauptversammlung war am 3. Mai 2018) vorgezogen, erklärte Vorsitzender Tobias Ehrenfried bei der Jahresversammlung am Montagabend in der "Hammerschänke" in Lukahammer. 112 Mitglieder zählt der Ortsverband derzeit nach zwei Sterbefällen (das Gedenken galt besonders Johannes Kiefmann und Hans Wurdack), drei Austritten und der jüngsten Neuaufnahme von Günther Robl.

"Bestimmende Kraft"

Knappe 20 Prozent beträgt die Frauenquote im Ortsverband, im Schnitt halten die Mitglieder der CSU seit 20 Jahren die Treue bei einem Altersschnitt von knapp 56 Jahren. Dass die CSU weiterhin die bestimmende Kraft sei, belegte Ehrenfried mit dem Ergebnis der Landtags- und Bezirkstagswahlen und dem überdurchschnittlichen Abschneiden von MdL Alexander Flierl. In seinem Rechenschaftsbericht listete der Vorsitzende zahlreiche Ministerbesuche auf - von Barbara Stamm über Markus Söder und Albert Füracker bis hin zu Joachim Herrmann. Gespräche in der Grenzlandkaserne, Treffen mit den Wirtschaftsvertretern, Besichtigung des Bayern-Lab, Beteiligung am Sommermarkt, eine Reihe von Aktionen zur Landtagswahl und nicht zuletzt die Weihnachtsbesuche zeigten, dass die CSU das Ohr stets nahe am Bürger habe.

Vor dem Einstieg in die umfangreichen Neuwahlen ergriff Mitglied Christoph Fröhlich das Wort und prangerte Vorgänge im Vorfeld der Jahreshauptversammlung an. "Das ist unterste Schublade", nahm er Bezug auf eine Unterschriften-Aktion gegen den Vorsitzenden. Darin wurde Ehrenfried vom Großteil seiner Vorstandschaft nahegelegt, auf das Amt des CSU-Ortsvorsitzenden und damit auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. "Durch unzuverlässiges Verhalten und eigenmächtige Entscheidungen ist Unmut aufgekommen und zudem hat es Probleme gegeben, die kein gutes Bild auf die Außendarstellung der CSU ergeben haben", heißt es in der Begründung. "Man muss miteinander reden und nicht hinterrücks Unterschriften sammeln, ich erwarte einen offenen Umgang", appellierte Fröhlich.

Nur ein Vorschlag

"Der CSU-Ortsverband muss von einer starken Persönlichkeit geführt werden. Man braucht Standhaftigkeit und Weitblick, muss Position beziehen, verlässlich in der Sache sein und über organisatorisches Geschick verfügen. All das hat Tobias Ehrenfried und das zeichnet ihn aus": Mit einer leidenschaftlichen Solidaritätsbekundung schlug MdL Alexander Flierl den seit zwei Jahren amtierenden Vorsitzenden Tobias Ehrenfried für eine weitere Amtsperiode vor. Unterstützung bekam Ehrenfried auch vom Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Stoppa. "Mit den Europa- und den Kommunalwahlen stehen uns harte Wahlen bevor. Da brauchen wir einen aktiven Vorsitzenden wie Tobias Ehrenfried", so Stoppa.

Weitere Vorschläge für das Amt des Vorsitzenden gab es nicht. Bei einer Enthaltung und neun Gegenstimmen wurde Ehrenfried mit 28 "Ja-Stimmen" (siehe Info-Kasten) in seiner Funktion bestätigt. Über den weiteren Verlauf der Versammlung folgt ein gesonderter Bericht.

Der CSU-Ortsverband muss von einer starken Persönlichkeit geführt werden. Man braucht Standhaftigkeit und Weitblick, muss Position beziehen, verlässlich in der Sache sein und über organisatorisches Geschick verfügen. All das hat Tobias Ehrenfried und zeichnet ihn aus.

MdL Alexander Flierl

Neuwahl der CSU-Vorstandschaft:

Unter dem Vorsitz von Peter Pirzer gingen die Neuwahlen zügig und reibungslos über die Bühne. Stimmberechtigt waren 38 Mitglieder. Das Ergebnis: Vorsitzender Tobias Ehrenfried (28 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen, eine Enthaltung); Stellvertreter (wie bisher): Barbara Ruhland (28 „Ja“), Alexander Ried (27), Christian Schneider (27). Schatzmeister (wie bisher): Erwin Schreiber (38); Schriftführerin (wie bisher): Juliane Ried (25); Beisitzer: Herbert Süß (37), Lorenz Reil (34), Peter Pirzer (33), Martin Zimmermann (32); Klothilde Koller (32); Martin Hösl, Maria Hummer (jeweils 30), Rita Flierl (29). Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Peter Kraus und Lothar Schatz. Delegierte zur Kreisvertreterversammlung (in der Reihenfolge der meisten Stimmen): Alexander Flierl, Tobias Ehrenfried, Lorenz Reil, Peter Pirzer, Rita Flierl, Philipp Troppmann, Alexander Ried, Barbara Ruhland. Ersatzdelegierte: Erwin Schreiber, Hubert Roth, Martin Zimmermann, Hildegard Hanauer, Martin Hösl, Günther Gilch, Michael Fersch und Lydia Eckert. (kö)

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