12.01.2020 - 10:53 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Im "Zauberland" der Blasmusik

Cowboys duellieren sich vor der Bühne, eine Klangreise entführt das Publikum nach Österreich und die bunten 70er Jahre feiern ein Comeback. Das Neujahrskonzert der Oberviechtacher Stadtkapelle offenbart die ganze Vielfalt der Blasmusik.

von Christof FröhlichProfil

Ausverkauft war die Mehrzweckhalle, die 60 Musiker der Stadtkapelle durften sich am Samstag über viele Gäste beim Neujahrskonzert freuen. Die Veranstaltung bildete auch den Rahmen für zwei Jubiläen: Musikalischer Leiter Tobias Zeitler blickt auf 20 Jahre als Dirigent zurück, und es war für ihn auch das zehnte Neujahrskonzert.

"Eine geballte Ladung bester Titel aus zwei Jahrzehnten" versprach Moderator und Musikant Gottfried Berger dem Publikum. Er konnte feststellen, dass einige Liebhaber guter Blas- und Konzertmusik für diese Veranstaltung sogar über 200 Kilometer Anreise auf sich genommen haben. Bereits das erste Musikstück „Oregon“ war eine große Herausforderung für das Orchester, das sich aber Dank des Probenfleißes der vergangenen Wochen in musikalischer Hochform präsentierte.

Mit dem Medley "Moment for Morricone" ging es für die Zuhörer in den Wilden Westen. Zur Musik lieferten sich junge Cowboys vor der Bühne ein Duell, fesselten ihr Opfer an den Marterpfahl und ein einsamer Cowboy spielte hoch zu Schaukel-Pferd „Das Lied vom Tod". Nächste Station der musikalische Reise war das Stück „Elisabeth“, das das Österreich von Kaiserin Sissi in die Halle holte. Gruselstimmung verbreitete sich beim „Tanz der Vampire“, den die Konzertbesucher aber unbeschadet überstanden.

Nach „Meine Leidenschaft“ ging es in die Pause, und danach trumpfte das Nachwuchsorchester (U 18) unter der Leitung der von Katharina auf. Unter anderem zeigte die erst elfjährige Rosa Teplitzky dabei ihr Talent. Für die Stücke „Zauberland“ und „The Greatest Show-Man“ gab es es Sonderapplaus für die jungen Musiker. Begeisterung weckte ein Arrangement mit den Hits der "Les Humphries Singers" sowie Lieder, die in den vergangenen bei zwei Jahrzehnten die Musikgeschichte geprägt haben.

Für einen Höhepunkt sorgte Musikant Thomas Gitter alias "Michael Bublé", der den Song „Feeling Good“ mit Leidenschaft und Hingabe in den Saal schmetterte. Und zum Abschluss durfte das Publikum beim Radetzky-Marsch noch kräftig mitklatschen. Nachdem auch der Klang mehrerer Zugaben verhallt war, würdigte Stadtkapellen-Vorsitzender Michael Niebauer die tollen Leistungen der Musikanten. Er lobte Dirigent Tobias Zeitler, der in diesen 20 Jahren mindestens 10 000 Stunden in „seine Stadtkapelle“ für Proben, Auftritte und Konzerte investiert hat. Für diesen Einsatz überreichte er ein kleines Jubiläumspräsent.

Der musikalische Leiter dankte seinen Musiker-Freunden, dass sie für das Neujahrskonzert wieder zahlreiche Proben-Abende auf sich genommen. Durch dieses Engagement und den Enthusiasmus sei dieses Konzert für ihn zu einem Geschenk geworden. Zum klingenden Finale wurde die Bayern-Hymne gespielt.

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