17.02.2020 - 14:27 Uhr
Oberwappenöst bei KulmainOberpfalz

Ausreichend Auslauf und "Klimaanlage" für Tiere

Der CSU-Ortsverband Kulmain besuchte den neuen Laufstall der Familie von Josef Popp in Oberwappenöst. Roland Grillmeier beglückwünschte die Familie Popp und sicherte den Landwirten die Unterstützung der CSU zu.

Roland Grillmeier (Dritter von links) bedankte sich für die Führung und beglückwünschte die Familie Popp zu ihrer vorausschauenden Investition. Bürgermeister Günter Kopp (links) brach eine Lanze für die Landwirte, die oft als Buhmann hingestellt werden.
von Externer BeitragProfil

Landwirte erfüllen eine wichtige Aufgabe in der Nahrungsmittelerzeugung. Doch Rahmenbedingungen und Vorgaben bedrohen viele Betriebe in ihrer Existenz. Um zu sehen, wie sich ein Betrieb für die Zukunft rüsten und sich den Anforderungen artgerechter Tierhaltung stellen kann, bekam die Familie von Josef Popp Besuch vom CSU-Ortsverband Kulmain. Die Gäste um Vorsitzenden Günter Kopp und Landratskandidat Roland Grillmeier informierten sich laut einer Presseinformation über Popps Investitionen im Zuge des Programms "Offene Stalltür".

Er beschrieb die Situation vor 40 Jahren. Die Ställe seien klein gewesen und hätten die Tiere eingeengt. Deshalb habe er sich vor vier Jahren entschieden, einen Stall zu bauen, der nicht nur auf den neuesten Stand sei, sondern auch die Vorgaben des Programms "Offene Stalltür" erfülle. Diese Qualitätssicherung auf Erzeugerebene umfasse die gesamte Nutztierhaltung.

In der "Offenen Stalltür" sah er die Zukunft, aber auch Voraussetzung für eine bessere Qualität der Milch. Solch eine Investition sei aber nur sinnvoll, wenn die Nachfolgeregelung gesichert sei, meinte Popp. Sein Betrieb sei auf 200 Tiere ausgelegt, 168 befänden sich aktuell im Stallgebäude. Insbesondere die tierschutzgerechte Haltung, Fütterung und Tier-Arzneimittel seien der ständigen Prüfung unterworfen. Verpflichtend sei eine einwandfreie Beschaffenheit aller Futtermittel. Diese, Getreide, Grassilage, Heu und Silomais, stelle er in Eigenproduktion her.

Insbesondere beim Melkroboter werde auf Hygiene und Sauberkeit geachtet. "Der Melkroboter, der die Tiere selbstständig melkt, erkennt eine Infektion im Euter genauer und schneller, als wenn man die Tiere mit der Hand ihrer Milch erleichtert", ist sich Popp sicher. Dass sich die Tiere wohlfühlen und genügend Auslauf haben, konnten die Besucher beim Rundgang selbst beobachten.

Wenn es im Sommer draußen 40 Grad habe, sei es im Stall durch das neue Lüftungssystem und die Isolierung im Dach angenehm kühl, merkte Popp an. Zudem könnten die Tiere in das angebaute Freigelände. Die anfallende Gülle werde über das Treibmistverfahren permanent in das Kanalsystem des Stalles ab- und von dort aus über ein doppelwandiges Rohrsystem zur Biogasanlage geleitet.

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