28.10.2020 - 15:46 Uhr
Ölbrunn bei KulmainOberpfalz

Corona bremst Ölbrunner Trachtler aus

Um dem strikten Vereinsrecht in Sachen Neuwahlen des Vorstandes Genüge zu tun zogen die Goldbachtaler ihre Jahreshauptversammlung durch. Dabei ergaben sich einige Änderungen.

Bürgermeister Günter Kopp dankte Josef Scherm, Wolfgang Lorenz, Reinhold Albersdörfer, Christine und Bernhard Stich (stehen von links) Lydia Kukla, Katharina Prechtl und Corinna Hofmann (sitzend von links) für ihre Bereitschaft, im Trachtenverein Goldbachtaler Verantwortung zu übernehmen.
von Arnold KochProfil

Der Gebirgstrachtenerhaltungsverein Goldbachtaler hielt seine längst überfällige Jahreshauptversammlung mit Neuwahl unter Einhaltung der Hygienevorschriften ab. Einen Großteil der Posten besetzten die Mitglieder neu.

Vorsitzender Rudolf Söllner erinnerte nach der Totenehrung an die coronabedingte Absage der Jahreshauptversammlung im März. Nun sei der Verein jedoch aufgrund des Satzungsrechts gezwungen gewesen, die bindend notwendige Neuwahl des Vorstandes zu vollziehen.

Bernhard Stich neuer Vorsitzender

Die ergab schließlich folgendes Ergebnis: Vorsitzender für die nächsten drei Jahre ist nun Bernhard Stich, der bisher Stellvertreter war. Neuer Zweiter Vorsitzender wurde in Abwesenheit Max Albersdörfer (bisher Jugendvertreter). Als Schriftführerin fungiert Katharina Prechtl, als Kassier Josef Scherm. Dirndlvertreterin ist Lydia Kukla, Beisitzer Reinhold Albersdörfer. Die Theaterleitung hat Christine Stich inne. Kassenprüfer sind Wolfgang Lorenz und Gustav Scherm

Kassier Josef Scherm legte einen detaillierten Finanzbericht vor. Demnach schloss das Gründungsfest 2018 zum 30-jährigen Bestehen mit einem Plus, das gesamte Jahr 2019 jedoch mit einem Minus. Allerdings bewertete Scherm die Rücklagen als immer noch gut.

Erste Vortänzerin Corinna Hofmann war stolz auf die Auftritte der Tanz- und Jugendgruppe beim Gründungsfest. Es folgten auch noch zwei Vorführungen bei Theateraufführungen in Brand. Geübt wurde bis zur coronabedingten Schließung des Vereins- und Übungsbetriebes im SV-Sportheim.

Keine Aufführungen

Lydia Kukla als Dirndl-Vertretern berichtete, dass in 2019 bisher keine Aktivität zu verzeichnen war. Der Bericht des Jugendvertreters Max Albersdörfer wird noch nachgereicht. Theaterleiterin Christine Stich hatte mangels Aufführungen ebenfalls nichts zu berichten. Ihre Frage an Gemeindeoberhaupt Günter Kopp war, wann wieder das zum Bürgerhaus umzubauende Haus des Gastes für einen Bühnenauftritt ihrer Schauspielertruppe zur Verfügung steht.

Der bisherige Vorsitzende Rudolf Söllner dankte in seinem Rechenschaftsbericht für die gute Zusammenarbeit und breite Unterstützung aller in den vergangenen 3,5 Jahren. Dies bestätigte sich auch beim gut besuchten und gut organisierten 30. Vereinsjubiläum im August 2018, das mit Tanzaufführungen der eigenen Tanzgruppen, Preisschafkopf mit 40 Tischen und Live-Musik von Hansi Reithmeier bestens umrahmt wurde. Mit einer Nachfeier für alle Helfer dankte der Verein für die vielen Arbeitseinsätze beim Fest. "Durch die massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie litt unser Vereinsleben sehr stark. Dies macht sich auch bei der Zahl der Mitglieder und Jugend bemerkbar", resümierte Söllner. Aus beruflichen Gründen stand er für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung.

Fertigstellung nicht absehbar

Die Grüße und den Dank der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Günter Kopp. Der Trachtenverein sei ein wichtiger Farbtupfer im Vereinsspektrum der Kommune mit dem Ziel, alte Tradition und Brauchtum zu erhalten. Derzeit sei nicht absehbar, ob das neue Bürgerhaus im Herbst 2021 bereits für Theateraufführungen samt neuer mobiler Bühne fertiggestellt ist, antwortete er auf Christine Stichs Frage. Es seien noch viele Umbauten und Gewerke zu erledigen, die eine zeitliche Einordnung des Fertigstellungsdatums noch nicht zuließen.

Kopp rief dazu auf, die gute Jugendarbeit fortzusetzen. Abschließend dankte er dem Vorstand und allen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit. Ehrenvorsitzender Reinhold Albersdörfer dankte besonders Bernhard Stich für sein jahrzehntelanges Engagement, das er mit seiner Bereitschaft, den Verein in den nächsten drei Jahren zu führen, weiter bestätigte.

Aus beruflichen Gründen zog sich Rudolf Söllner als Vorsitzender zurück.
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