Höhepunkte sind am Freitag ein Ehrenabend, am Samstagabend das Gastspiel der Band "Die Volxx Liga" und am Sonntag der Festgottesdienst und der Festzug am Nachmittag (wir berichteten). Ein Blick in die Chronik des Vereins sagt, dass die Impulse für die Gründung des Schützenvereins vor 110 Jahren vom damaligen Pfarrer der Kleinen Kappl, Dr. Birner, ausgingen. Warum sich der Verein den Namen "Ringelstein" gab ist nicht überliefert. Die Gründungsväter hätten wohl mit der Namensgebung ihre Verbundenheit zur Heimat und Natur bekunden wollen, so vermuten die Verantwortlichen heute.
Ziel war wohl vor allem das gesellige Beisammensein - in der Gaststätte neben der Wallfahrtskirche. In dieser Gaststätte wurde bis 1974 der Schießbetrieb abgewickelt.Gründungsmitglieder im Jahr 1908 waren Josef Grillmeier, Wilhelm von Günther, Josef Weidhas, Johann Plonner, Michael Engelbrecht und Franz Josef Weidhas. Nach dem Zweiten Weltkrieg führt Ludwig Sölch den Verein bis 1955 als Vorsitzender, ehe er von Theo Weidhas abgelöst wurde.
Waldsassener Patenverein
Am 6. Juli 1958 feierte der Verein 50. Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe, Fahnenpatin wurde Walburga Stock. Patenverein wurde die Zimmerstutzengesellschaft Waldsassen mit dem damaligen Schützenmeister Hans Dietl. Die Patenschaft besteht bis heute.
Anforderungen des Bayerischen Sportschützenbundes erforderten den Bau eines eigenes Schießstandes mit Schützenheim. In den Jahren 1972 bis 1974 entstand unter der Regie des damaligen Vorsitzenden Berthold Sölch das Schützenheim mit Schießanlage. Dort finden alle Schieß-und Geselligkeitsveranstaltungen statt. 1983 feierte der Verein unter der Leitung des Vorsitzenden Gerhard Grillmeier 75-jähriges Bestehen. 1985 wurde der Schießstand überdacht: Mitglieder erbrachten über 600 Stunden Eigenleistung.
Große Verdienste
Ein Jahr später, 1986, gründeten sich die Ottengrüner Böllerschützen. 15 Personen umfasste damals diese Gruppe. 2008 feierte der Verein 100. Geburtstag. Große Verdienste in all den Jahren erwarb sich Gerhard Grillmeier, der mit Unterbrechungen den Verein 29 Jahre als Vorsitzender führte. Zum 100. Geburtstag wurde zudem die Vereinsfahne im Kloster Waldsassen restauriert, die seitdem in neuem Glanz erstrahlt. Schwester Agnes hatte sich dieser Aufgabe angenommen.
Nachdem es im Verein ruhiger wurde, übernahm im vergangenen Jahr Armin Strohmaier als Vorsitzender neue Verantwortung. Er will den Schützenverein wieder zu dem führen, was er einst war - ein sportlicher und kultureller Träger des Vereinslebens in der Marktgemeinde.













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