Ottenrieth bei Waldthurn
08.07.2021 - 10:51 Uhr

Rasermäherchampion verteidigt seinen Titel

So mancher Einheimische oder spontan anhaltende Radfahrer auf dem Bocklweg, waren erstaunt. Denn die Rasenmäheraktivitäten in Ottenrieth bei Waldthurn waren doch etwas anders als gewohnt.

Start beim Rasenmäherrennen Bild: fvo
Start beim Rasenmäherrennen

Nach der Premiere im vergangenen Jahr hatte der erst zwölfjährige Thomas Schmid vom ehemaligen „Sägewerk“ am Bahnhof zusammen mit seinem Kumpel, dem Frankenriether Johann Hanecker ("Baron von Sandbachtal") wieder das ungewöhnliche Rasenmäherennen auf dem Betriebsgelände des Agrarhandel Weig-Völkl auf die „Räder gestellt“. Das Brummen war im gesamten Tal nicht zu überhören.

Die Rasenmäherrennsportler fuhren voller Leidenschaft mit ihren kleinen motorisierten Fahrzeugen, anstatt mit ihnen den heimischen Rasen zu pflegen, zum Rennen vor. Der junge Organisator hatte nichts dem Zufall überlassen, die 800 Meter lange Bahn war ausgeklügelt und ein Slalomparcours eingebaut – es war perfekt organisiert. Das Areal war gesperrt – Geländeabgrenzungen am „Big Valley-Ring“ machten die ganze Angelegenheit ungefährlich.

Rennen unter Profibedingungen

Die Start-Ziel-Markierungen, für die der Maler-Michl vergangenes Jahr extra aus Waldthurn in das „Große Tal“ gekommen war und am Teer schnurgerade angebracht hatte, machten die spaßige Angelegenheit richtig professionell.

Die Rasenmäherfahrer hatten sich zum nicht ganz ernst gemeinten Wettstreit aufgereiht. Exklusiv hatten sie zuvor daheim ihre Putzlappen gezückt, um ihr Gefährt auf Hochglanz zu bringen, die Technik ließ keinen der Fahrer im Stich.

Nach einer Warmup-Runde waren die Motoren heiß, Hanecker schwenkte schließlich pünktlich um 10 Uhr die Starterfahne. Insgesamt vier Teilnehmer lieferten sich ein heißes Rennen, erreichten zwar nicht besonders schnelle Spitzengeschwindigkeiten, behielten ihre Konkurrenten immer im Auge. Nach einem „nervenaufreibenden und zermürbenden Rennen“ musste sich schließlich der Frankenriether Marktrat Georg Stahl auf seinem Castelgarden trotz Durchblick mit Sonnenbrille klar als Zweitplatzierter geschlagen geben.

Neunjähriger hat die Nase vorne

Meister und „Big Valley -Champion 2021“ auf einem Massey Ferguson war schließlich der letztjährige Gewinner, der erst neunjährige Lukas Weig aus Ottenrieth, der von seinem Papa Ernst gecoacht wurde und von Hanecker die Siegerurkunde entgegennahm.

Platz 3 belegte Mitorganisator Schmid auf seiner Honda, der Brunnhofer Paul Völkl auf seinem Stihl Rasenmäher musste sich schließlich der geballten Fahrklasse seiner Konkurrenten ergeben und belegte den vierten Platz. Es war wieder ein riesiger Spaß für Jung und Alt.

Ottenrieth bei Waldthurn07.07.2020
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