11.06.2019 - 15:10 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Eventhalle und Fluchtwege

Keine Einwände hat der Pechbrunner Gemeinderat gegen die Umwandlung einer Lagerhalle in eine Eventhalle. Noch offen ist dagegen, in welcher Form am Grundschulgebäude ein neuer Flucht- und Rettungsweg entstehen soll.

Eine Umnutzung erfährt diese Lagerhalle in der Bahnhofstraße: Entstehen soll eine Eventhalle für größere Veranstaltungen.
von Josef RosnerProfil

Einstimmig gab der Gemeinderat grünes Licht für die Umnutzung einer Lagerhalle in der Bahnhofstraße durch einen Investor aus Pullenreuth. Zweiter Bürgermeister Josef Hollmann, der die Sitzung für den urlaubsbedingt entschuldigten Bürgermeister Ernst Neumann leitete, informierte, dass dort künftig Familienfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstagspartys stattfinden könnten. Die Behörden prüfen jetzt die Einhaltung von Auflagen, geklärt werden muss noch die Parksituation.

Das Thema Flucht- und Rettungswege bei der Grundschule beschäftigte den Gemeinderat zum wiederholten Mal. Der Bauausschuss hatte sich vor Ort einen Eindruck von der Situation verschafft. Die Kinder müssten bei einem Ernstfall vom Fenster aus rund einen Meter tief auf ein Vordach springen.

Thomas Dehmel (SPD) gab zu bedenken, dass 30 Kinder in einem Notfall betroffen sein würden. Zudem würde wohl Panik herrschen. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Kinder sicher aus der Schule kommen", so Dehmel. Panik ist in einem solchen Fall nicht zu unterschätzen", meinte Isgard Forschepiepe (SPD).

Diskutiert wurde über das Für und Wider einer festen Außentreppe. Alfons Grillmeier (CSU) meinte dazu: "Wie soll diese Treppe gesichert werden? Nicht dass sie zum Klettern missbraucht wird." Thomas Dehmel konnte sich eine abschließbare Feuertreppe vorstellen. Gerhard Flügel (SPD) sprach sich gegen eine mögliche Leiter-Lösung und für eine feste Treppe aus. Am Ende war man sich einig, dass noch einmal das gesamte Gremium die örtliche Situation unter die Lupe nehmen sollte. Auf Zustimmung stieß der Vorschlag von Josef Hollmann, die Besichtigung vor der Juli-Sitzung vorzunehmen. In der Sitzung soll dann ein Beschluss fallen.

Neu eingeführt wird mit dem Schuljahr 2019/2020 an der Pechbrunner Grundschule eine Offene Ganztagsbetreuung mit Mittagsverpflegung. Kooperationspartner soll die gfi werden. Der Freistaat Bayern unterstützt die "Langgruppe" mit einem Zuschuss von jährlich 5000 Euro. Die Ganztagsschule kann montags bis donnerstags jeweils von 11.10 bis 15.15 Uhr und am freitags von 11.10 bis 14 Uhr besucht werden. Auch die Mittagsverpflegung soll durch die gfi sichergestellt werden. Der Gemeinderat war sich einig, dass pro Essen ein Pauschalbetrag von 70 Cent pro Kind für die Eltern fällig wird. Für Eltern ist das Angebot der Offenen Ganztagsbetreuung ansonsten komplett kostenfrei. Josef Hollmann sprach von einem "Superangebot" für Eltern und Kinder.

Ein weiteres Thema war das Parken auf Gehwegen, vor allem in der Haupt- und Werkstraße. Josef Hollmann betonte, dass Parken auf Gehwegen grundsätzlich untersagt ist. Gehwege sind ausschließlich Fußgängern vorbehalten. Anschaffen will die Gemeinde eventuell ein mobiles Messgerät zur Überwachung des Straßenverkehrs. Josef Hollmann will vor einem Beschluss die Kosten ermitteln lassen.

Thomas Dehmel sprach nochmals den Abriss des "Verrückten Bahnhofs" an. Er zeigte sich verwundert, dass das einst denkmalgeschützte Gebäude nun doch abgerissen wird. "Wie war das möglich? Das stinkt mir gewaltig", sagt Dehmel. Josef Hollmann erinnerte an ein Gutachten mit entsprechendem Ergebnis. Daraufhin wurde der Bahnhof aus der Denkmalliste entfernt, was den Abriss durch die Deutsche Bahn ermöglicht hat. Hollmann wusste aus Gesprächen mit Anwohnern, dass diese froh seien über das Verschwinden dieser "alten Ruine". Allerdings regte Hollmann eine Tafel an, die am Standort des früheren Bahnhofs über dessen Geschichte informieren soll. Was jetzt mit den frei gewordenen Flächen wird, sei noch nicht bekannt, sagte Hollmann.

Einen neue Rasenmähertraktor will der SV Pechbrunn-Groschlattengrün anschaffen. Das bisherige Gerät sei defekt und eine Reparatur unwirtschaftlich, teilte der Verein mit. Kosten werde ein neues Ersatzgerät 15 490 Euro. Weil dies eine erhebliche Belastung für die Vereinskasse bedeute, bat der Verein um einen gemeindlichen Zuschuss. Nach einer kurzen Diskussion einigte sich das Gremium auf einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro.

Thomas Dehmel, der im Rathaus eine Arztpraxis unterhält, bat das Gremium darum, sich Gedanken zu machen, wie ein barrierefreier Zugang geschaffen werden könnte. Eventuell könnte eine Hebebühne angebracht werden, so Dehmel. Möglicherweise gäbe es Hilfestellungen vonseiten der VG Mitterteich und des Landratsamtes. Josef Hollmann bestätigte die Problematik: "Da müsste schon etwas gemacht werden."

Keine Einwände gab es gegen den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in der Mitterteicher Straße. Der Gemeinderat nahm vom Genehmigungsfreistellungsverfahren Kenntnis.

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