(jr) Acht Ministranten der Pfarrei "Herz Jesu" beteiligen sich vom 29. Juli bis zum 3. August an der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom. Begleitet werden sie von den Betreuerinnen Maria Müller und Claudia Renner. Die Kosten belaufen sich pro Teilnehmer auf 495 Euro. Darin enthalten sind Busfahrt, fünf Übernachtungen mit Halbpension in kirchlichen Unterkünften sowie die Teilnahme an Großveranstaltungen wie Gottesdiensten und einer Papstaudienz. Hinzu kommen noch Beiträge für Eintrittsgelder und die sonstige Verpflegung. Die Pfarrei unterstützt die Wallfahrt mit 150 Euro pro Ministrant. Eine Bitte um Zuzahlung ging auch bei der Gemeinde ein.
"Natürlich muss die Gemeinde da etwas geben", sagte Gerhard Flügel (SPD). Bürgermeister Ernst Neumann riet zur Zurückhaltung: "Nicht dass wir da ein Fass aufmachen und Vereine ebenfalls Förderanträge für ihre Reisen stellen." Frieda Vogelhuber (CSU) sprach sich aus diesem Grund gegen eine Förderung aus. Hildegard Rank (SPD) hätte nichts gegen eine Unterstützung einzuwenden. Reisebegleiterin Maria Müller sei auch erschrocken gewesen über den hohen Preis. Aber die Unterkünfte in Rom seien zuletzt teurer geworden. Isgard Forschepiepe (SPD) sprach sich für die Gewährung eines Pauschalbetrags von 500 Euro aus.
Kirchliche Angelegenheit
Thomas Dehmel (SPD) lehnte eine Förderung strikt ab. "Jeder Verein muss die Kosten selbst tragen - und die Kirche will einen Zuschuss?", bemerkte Dehmel und nannte die Reise eine rein kirchliche Angelegenheit. Matthias Hecht (CSU) erinnerte daran, dass die Ministranten früher mit verschiedenen Aktionen die Urlaubskasse selbst aufgestockt hätten. Ernst Neumann kritisierte die Pfarrei. Diese lasse die Eltern der Kinder mit den hohen Reisekosten auf dem Trockenen sitzen. "Der Anteil der Eltern ist schon sehr hoch."
Josef Hollmann (CSU) sprach von einem besonderen Erlebnis für die Teilnehmer, das sie wahrscheinlich ein Leben lang nicht vergessen werden. Er gab aber jedoch zu bedenken, dass die Gemeinde auch an andere Vereine denken müsse. In die gleiche Kerbe schlug Thomas Dehmel: "Wer bezahlt denn bei einem Fußballverein den Ausflug für die Kinder? Die Kirche hat doch genug Geld." Abschließend votierten nur vier Gemeinderäte für eine finanzielle Unterstützung der Ministranten, der Rest stimmte dagegen.
Gegen Aufbruch-Lagerung
In einem Schreiben bat die Hegegemeinschaft Mitterteich um Unterstützung für die Lagerung von sogenannten Aufbrüchen (Eingeweide von erlegten Wildtieren). Wie Vorsitzender Karl Frank mitteilte, werden auf dem Gebiet der Hegegemeinschaft, das sich über die Stadt Mitterteich und die Gemeinden Konnersreuth, Leonberg und Pechbrunn erstreckt, jährlich bis zu 370 Stück Schwarzwild erlegt. Laut Veterinäramt ist es unbedingt erforderlich, dass die Entsorgung der Aufbrüche zentral erfolgt. Frank bat zu prüfen, ob ein Standort im Pechbrunner Gemeindegebiet möglich ist. Früher verblieben Aufbrüche im Wald, dies sei aber aus vielen Gründen nicht mehr zulässig - unter anderem wegen der Afrikanischen Schweinepest.
Bürgermeister Ernst Neumann brachte als zentrale Anlaufstelle die Deponie Steinmühle ins Gespräch. Mitterteich und Leonberg hätten einen Standort auf ihrem Gebiet bereits abgelehnt. Alfons Grillmeier (CSU) zeigte sich skeptisch, auch weil es noch keine Erfahrungswerte gebe. Letztendlich sprach sich das Gremium einstimmig gegen einen Standort auf dem Gemeindegebiet aus. Vielmehr wurde angeregt, die Deponie Steinmühle als Lagerort ins Auge zu fassen.
Bolzplatz und Straßenbau
Thomas Dehmel forderte zum wiederholten Mal einen Bolzplatz für Groschlattengrün, weil sich der bisherige Plan nicht habe verwirklichen lassen. "Wir haben gegenüber den Kindern eine Verpflichtung", betonte Dehmel. Bürgermeister Neumann will eine Ortsbegehung anberaumen, bei der nach möglichen Standorten Ausschau gehalten werden soll. Weiter kündigte der Bürgermeister für das zweite Halbjahr dieses Jahres eine Oberbauverstärkung auf der Kreisstraße TIR 14 zwischen Pechbrunn und der Ochsentränke an. Die Fertigstellung der Maßnahme auf dem 2220 Meter langen Abschnitt soll noch heuer erfolgen.
Isgard Forschepiepe regte eine Infoveranstaltung des Kreisjugendrings für Jugendliche an. Ziel sollte es sein, junge Leute zur Beteiligung an den Landtagswahlen zu ermuntern. Gebilligt wurde nicht zuletzt der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Pechbrunn.









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