18.02.2020 - 16:17 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Kläranlage Pechbrunn bis zum Spätsommer saniert

Die Kosten von 1,65 Millionen Euro muss die Gemeinde Pechbrunn allein finanzieren. Doch dann soll die ertüchtigte Kläranlage fit für die nächsten Jahrzehnte sein.

Der CSU-Ortsverband Pechbrunn-Groschlattengrün besichtigte jetzt die Baustelle der gemeindlichen Kläranlage und informierte sich über den Baufortschritt. Bei der Besichtigung mit dabei waren Bauamtsleiter Thomas Grillmeier (links), Bürgermeister Ernst Neumann (Zweiter von links), CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Schübel (Sechster von rechts), sowie CSU-Ortsvorsitzender Josef Hollmann (Fünfter von rechts).
von Josef RosnerProfil

Die Ertüchtigung der Kläranlage soll bis zum Spätsommer abgeschlossen sein. Baubeginn war im Juli vergangenen Jahres. Darauf machte Bauamtsleiter Thomas Grillmeier von der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich bei einem Baustellenbesuch der CSU Pechbrunn-Groschlattengrün aufmerksam. Nach einer Einführung machten die Christsozialen einen Rundgang durch die Baustelle.

Die Kosten von 1,65 Millionen Euro muss die Gemeinde alleine stemmen, bezuschusst wird die Baumaßnahme nicht. Wie die Baumaßnahme finanziert wird, über Gebühren oder Beiträge, damit wird sich der neue Gemeinderat zu befassen haben.

Die Besucher erfuhren, dass die Kläranlage Pechbrunn 1965 erbaut und in den Jahren 1985/86 umfassend saniert und erweitert wurde. Das biologische Reinigungsverfahren mittels Tropfkörper wurden bei den vergangenen Arbeiten beibehalten. Grillmeier betonte, dass die Kläranlage im bisherigen Zustand die künftig geforderten Standards der Reinigungsleistung nicht mehr erfüllt.

Überschreitungen der Stickstoffgrenzwerte am Ablauf der Nachklärung gaben den Anlass zur Planung der Nachrüstung einer Denitrifikationsstufe (Eliminierung von Nitrat). Neu gebaut wurden jetzt ein Denitrifikationsbecken mit einem Volumen von 175 Kubikmetern sowie ein Zwischenklärbecken mit einem Volumen von 402 Kubikmetern, jeweils aus Stahlbeton. Weiter wurden bauliche Mängel beseitigt, wies Grillmeier auf die Betonsanierung an den verschiedenen Bauwerken hin. Hinzu kommt die Erneuerung der Maschinentechnik wie Drehsprenger, Tropfkörper, Schneckenpumpen und der Austausch von Pumpen. Die elektrische Steuerung der Anlage erfolgt künftig mittels speicherprogrammierbarer Steuerung eines Prozessleitsystems. Mit den Baumeisterarbeiten war die Firma Bauer aus Erbendorf beauftragt, diese sind weitestgehend abgeschlossen, erfuhren die Besucher. Nächster Schritt ist der Einbau der Maschinentechnik, wofür die Arbeiten Ende Februar beginnen sollen. Ausgeschrieben ist derzeit das dritte Los, der Einbau der Elektrotechnik. Diese Arbeiten sollen im Mai beginnen. Bürgermeister Ernst Neumann hoffte bei der Besichtigung, dass die Kläranlage nach Abschluss der Bauarbeiten fit für die kommenden Jahrzehnte ist.

Bereits fertiggestellt ist das neue Denitrifikationsbecken mit einem Volumen von 175 Kubikmetern.
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