17.07.2019 - 11:32 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Leuchtendes Vorbild des Glaubens

Ihr unermüdliches Wirken für Arme und Kranke hat sie ausgezeichnet: An das Leben und Wirken von Mutter Teresa erinnerte Pfarrer Siegfried Wölfel in Pechbrunn.

Pfarrer Wölfel bei seinem Vortrag über Mutter Teresa bei der KAB in Pechbrunn.
von Willi PöhlmannProfil

Mit dem Vortrag von Pfarrer Siegfried Wölfel aus Friedenfels zum Thema "Mutter Teresa" setzte die KAB-Ortsgruppe Pechbrunn ihre diesjährige Vortragsreihe fort. Monika Schmiedel, Beauftragte der Katholischen Erwachsenenbildung, die für die Organisation und Auswahl der Vortragsthemen zuständig ist, begrüßte dazu zahlreiche Mitglieder im Pfarrheim.

"Mutter Teresa war ein leuchtendes Vorbild des Glaubens, welches nur alle 100 Jahre einmal auf der Welt vorkommt", begann Wölfel die Einleitung. Ihr unermüdliches Wirken für die Ärmsten der Armen, Ausgestoßenen, Kranken und ausgesetzten Kinder habe dazu geführt, dass Mutter Teresa vor zehn Jahren heilig gesprochen wurde. In über 140 Staaten seien die "Schwestern der Nächstenliebe" nach dem Vorbild von Mutter Teresa für die Ärmsten und Kranken da und lebten dabei wie diese ebenfalls ohne die Errungenschaften der Technik und Annehmlichkeiten unserer Zeit.

"Letzter Mythos"

Bei seiner kurzen Schilderung über seine Begegnung mit Mutter Brema, der Nachfolgerin Mutter Teresas aus Deutschland, sprach Wölfel auch davon, dass Mutter Teresa schon zu Lebzeiten als charismatische Heilige und "letzter Mythos des ausgehenden Jahrhunderts" bezeichnet worden sei. Tausende von Menschen lebten weltweit ein Leben nach Mutter Teresa, wobei nicht das globale Handeln, sondern das kranke Kind in der nächsten Hütte wichtig sei. Weil bestimmte Arbeiten, etwa bei der Betreuung von Leprakranken, überwiegend nur von Männern erledigt werden könnten, seien die "Brüder der Nächstenliebe" gegründet worden, die auch regen Zuspruch und Zulauf fänden. Man werde auch nirgends eine Organisation finden, die durch Spendenaufrufe oder Sammlungen für die "Schwestern und Missionare der Nächstenliebe" Geld erbitten, so Wölfel. "Nur freiwillige Spenden und Menschen, die im Urlaub die Schwestern und Brüder bei ihrer Arbeit unterstützen, tragen die Gemeinschaft."

Alle gleich behandelt

Mit einem Film, der nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens und Wirkens von Mutter Teresa und ihren Mitschwestern widerspiegelt, unterstrich Wölfel einen Leitspruch der Heiligen: "Es ist nicht wichtig, wie etwas gemacht wird, sondern dass etwas gemacht wird." Für die Schwestern gebe es auch keinen Glaubensunterschied. "Bei ihnen sind alle gleich, die arm, in Not oder verstoßen sind." Mutter Teresas Botschaft "Liebe und Achtung ist noch immer die beste Medizin" sei simpel wie sachlich. Als geistiges Erbe habe die 1997 Verstorbene die Botschaft "Liebet einander wie Jesus euch liebt" hinterlassen. Am Ende vermittelte Pfarrer Wölfel den Anwesenden noch einige Eindrücke vom Papstbesuch in Skopje und seiner persönlichen Begegnung mit dem Heiligen Vater.

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