11.05.2021 - 15:12 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Neues Mischgebiet in der Gemeinde Pechbrunn rückt immer näher

Die Schaffung des neuen Mischgebiets in Pechbrunn ist durch einen weiteren Beschluss wieder etwas näher gerückt. Im Gemeinderat ging es auch um eine Untersuchung auf der Deponie, den Sicherheitsbericht der Polizei und diverse Anfragen.

Wo derzeit noch der Löwenzahn blüht, sollen möglichst bald die Bagger rollen. „Am Mühlweg“ ist bekanntlich die Schaffung eines Mischgebiets für Gewerbetreibende und Häuslebauer vorgesehen.
von Josef RosnerProfil

Am Ortsrand von Pechbrunn soll bekanntlich das Mischgebiet "Am Mühlweg" entstehen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Stellungnahmen der beteiligten Behörden und Träger öffentlicher Belange behandelt. Mit der Einarbeitung zeigte sich das Gremium einverstanden und es beschloss einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan und Satzungsbeschluss. Der Plan ist jetzt auszufertigen und ortsüblich bekannt zu machen.

Bürgermeister Stephan Schübel hofft, dass bis Ende des Jahres schon erste Bauarbeiten dort begonnen werden können. Zuvor müssen noch Erschließungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ein Dank ging an Sachbearbeiterin Rita Scherm vom Bauamt der VG Mitterteich für die schnelle Ausarbeitung der Satzung. "Wir haben keine Zeitverzögerung, wir kommen zügig voran", freute sich der Bürgermeister.

Detailuntersuchung auf Deponie

Zur früheren Hausmülldeponie der Gemeinde teilte Schübel mit, dass dort Untersuchungen wegen möglicher Altlasten durchgeführt werden. Auf dem Gelände, wo die Grünabfälle der Gemeinde gelagert werden, habe es eine sogenannte Orientierungsuntersuchung gegeben. Als Folge müsse nun eine Detailuntersuchung vorgenommen werden. Dabei solle geklärt werden, ob und in welchem Umfang Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Ein weiteres Thema war der Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion Waldsassen. Normalerweise stünde dazu ein Gesprächstermin an, aber coronabedingt sei darauf verzichtet worden, wie Bürgermeister Schübel informierte. Aus dem 40-seitigen Bericht gehe hervor, dass sich Straftaten und Verkehrsunfälle 2020 auf dem Niveau des Vorjahres bewegt hätten.

18 von 31 Straftaten aufgeklärt

Leicht zugenommen hätten Diebstähle und Rauschgiftdelikte. Insgesamt wurden im Gemeindebereich 31 Straftaten verübt, 18 konnten aufgeklärt werden. Die Zahlen in der Unfallstatistik verblieben auf relativ hohem Niveau, wobei sich hier die Autobahn auf Gemeindegebiet bemerkbar mache. "Im Großen und Ganzen lebt es sich in Pechbrunn sicher, die Polizei fährt regelmäßig Streife", sagte Schübel.

Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen) fragte nach dem Sachstand bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Stephan Schübel berichtete von Gesprächen mit dem Mitterteicher Stadtgärtner Willi Kilian. Einsteigen könnte man mit dem Aufstellen von Nistkästen, einiges werde noch geklärt.

Auf Nachfrage von Ute Döhler teilte Schübel auch mit, dass Hundekot-Abfalleimer regelmäßig geleert würden. Weiter erkundigte sich Döhler auch nach dem Stand der Planungen für den weiteren Breitbandausbau. "Ich befinde mich in Gesprächen mit der VG Mitterteich und Anbietern, ich bin zuversichtlich, dass wir da weiterkommen", erklärte Schübel.

"Dieses Projekt nimmt noch viel Zeit in Anspruch."

Bürgermeister Stephan Schübel zum Bau eines Radwegs nach Marktredwitz

Ebenfalls ein Thema war ein möglicher Radweg nach Marktredwitz. Ute Döhler fragte hier ebenfalls nach dem Sachstand. Laut Bürgermeister Schübel liefen Planungsgespräche mit den Städten Marktredwitz und Waldershof. "Dieses Projekt nimmt noch viel Zeit in Anspruch", sagte Schübel. In der Gemeinde Pechbrunn müssten hierzu auch Grundstückseigentümer gefragt werden, ob sie dafür Flächen zur Verfügung stellen.

Thomas Flügel (SPD) wünschte sich, dass die Gemeinde die Erstellung einer eigenen Chronik in Auftrag gibt. „Wir sollten uns da auf den Weg machen“, meinte Flügel. Bürgermeister Stephan Schübel fand das Thema interessant. „Aber wir bräuchten einen fundierten Ansprechpartner“, so Schübel. Frieda Vogelhuber (CSU) brachte dazu einen Fachmann aus Tirschenreuth ins Gespräch. Der Bürgermeister kündigte an, dass er den Kontakt herstellen werde.

Thema im Gemeinderat war auch ein möglicher Gedenkstein

Pechbrunn
Auf der früheren Hausmülldeponie der Gemeinde Pechbrunn sind weitere Untersuchungen wegen möglicher Altlasten erforderlich.
Auf der früheren Hausmülldeponie der Gemeinde Pechbrunn sind weitere Untersuchungen wegen möglicher Altlasten erforderlich.

 

 

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