27.10.2019 - 17:00 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Souverän und bestens vernetzt

Mit Thomas Döhler tritt die SPD bei der Wahl des nächsten Landrats an. Bei der Nominierungsversammlung kann der 49-Jährige den Heimvorteil nutzen.

Uli Roth, Gisela Birner, Brigitte Scharf, Annette Karl und Karin Hüttner (von links) freuten sich mit Thomas Döhler (Dritter von rechts) über dessen Landratskandidatur.
von Autor FUEProfil

Im Schützenheim in Pechbrunn folgten die 39 Delegierten dem Vorschlag des SPD-Kreisvorstands und wählten den 49 Jahre alten Pechbrunner Thomas Döhler bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung offiziell zu ihrem Landratskandidaten. Ebenfalls mit eindeutigen Voten ausgestattet wurden die 50 Kandidaten für die Kreistagsliste, die sich durch eine sehr gute Mischung auszeichne, wie Kreisvorsitzende Brigitte Scharf betonte.

Nicht unproblematisch

Nicht verschweigen wollten Scharf und ihr Stellvertreter Uli Roth, dass die Listenaufstellung nicht unproblematisch gewesen sei. Dem Landratskandidaten Thomas Döhler attestierte die Kreisvorsitzende, ungeheuer engagiert, bestens vernetzt, ruhig, souverän und sehr gut strukturiert zu sein. "Du bist unser Kandidat, du bist der Richtige. Der SPD-Kreisverband steht hinter dir", sagte Scharf. Döhler schilderte seinen beruflichen Werdegang, den man verkürzt mit dem Satz "Vom Schuhmacher und Straßenbahnfahrer zur rechten Hand einer Landtagsabgeordneten" beschreiben könnte. Der in Wolfen in Sachsen-Anhalt geborene Döhler kam 1991 nach Bayern, 2000 zog er mit Frau und Tochter nach Pechbrunn, wo er mit seiner Frau und mittlerweile vier Töchtern bis heute lebt.

Kein Honigschlecken

"Ich will der SPD mit meiner Kandidatur etwas von dem zurückgeben, was ich durch sie Positives erfahren habe, nämlich viele schöne Erlebnisse, echte Freundschaften und einen tollen Job", beschrieb der stellvertretender Kreisvorsitzende Döhler seine Motivation. Weiter erinnerte er an das Unrecht, das vielen Sozialdemokraten in der DDR widerfahren sei. "Das hat mich geprägt und so bin ich 2001 voller Überzeugung in die SPD eingetreten", sagte Döhler, der im Büro von Annette Karl laut eigener Aussage als "Mädchen für alles" arbeitet. Es sei ihm bewusst, dass die Kommunalwahl im kommenden Jahr angesichts der Verkleinerung des Kreistags auf 50 Sitze auf der einen und der derzeit negative Trend der SPD auf der anderen Seite kein Honigschlecken werde. "Trotzdem wird die SPD mehr denn je gebraucht - im Bund, im Land und vor allem im Landkreis." Dieser habe in den kommenden Jahren große Aufgaben zu stemmen. Dazu zählte Döhler den 23,75 Millionen-Euro-Kredit für die Kliniken AG, die 35 Millionen Euro für den Realschulneubau in Kemnath, die Sanierung der Berufsschule Wiesau sowie die Renovierung des Hallenbads und der Gymnasiums-Turnhalle in Tirschenreuth. Döhler plädierte dafür, dass die Finanzierung der Landkreise mehr über den Freistaat erfolgen sollte. Dann hätten die Städte und Gemeinden mehr Luft für eigene Investitionen. Wenn circa 200 der 800 bayerischen Förderprogramme in einen verstärkten Finanzausgleich gesteckt würden, wäre den Kommunen viel mehr geholfen.

Unterstützung für junge Ärzte

Weitere Punkte des SPD-Landratskandidaten waren die Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land in Form von finanzieller Unterstützung junger Ärzte sowie die Sicherung des Baxis und der Ausbau des ÖPNV mit einem festen Takt von beispielsweise einer Stunde.

Bei der Nominierungsversammlung der SPD wurden die 50 Kandidaten für die Kreistagswahl aufgestellt.
Die Kandidaten der SPD für die Wahl des Kreistags im März kommenden Jahres::

Thomas Döhler (Pechbrunn), Brigitte Scharf (Erbendorf), Peter König (Neusorg), Jutta Deiml (Kemnath), Ulrich Roth (Krummennaab), Sybille Bayer (Kulmain), Johann Brandl (Mitterteich), Susanne Bittner (Plößberg), Helmut Zeitler (Waldsassen), Christine Trenner (Erbendorf), Alfred Schuster (Immenreuth), Nicole Fürst (Fuchsmühl), Gunar Prauschke (Tirschenreuth), Isgard Forschepiepe (Pechbrunn), Gottfried Beer (Bärnau), Katrin Hüttner (Plößberg), Manfred Kratzer (Ebnath), Simone König (Neusorg), Markus Wenisch (Konnersreuth), Verena Völkl (Waldsassen), Florian Dick (Waldershof), Claudia Betzl (Mitterteich), Hans Maenner (Tirschenreuth), Lara Gradl (Konnersreuth), Raphael Bittner (Plößberg), Karin Krenkel (Krummennaab), Holger Stiegler (Kemnath), Andrea Lugert (Mitterteich), Alfred Klarner (Wiesau), Corinna Karger-Hostalka(Neusorg), Charly Rottmann (Erbendorf), Astrid Schuster (Waldsassen), Martin Gallersdörfer (Erbendorf), Elke Zwolan (Erbendorf), Karl-Georg Haubelt (Wiesau), Gabriele Grümmer (Wiesau), Wolfgang Pötzl (Konnersreuth), Angela Baumgartner (Waldsassen), Edwin Ulrich (Fuchsmühl), Martina Sötje (Tirschenreuth), Karl-Heinz Gleißner (Mitterteich), Peter Merkl (Immenreuth), Michael König (Neusorg), Carsten Gleißner (Bärnau), Reinhard Labusch (Ebnath), Gerhard Greim (Mitterteich), Michael Raß (Kulmain), Andreas Demleitner (Kemnath), Wolfgang Bauer (Krummennaab), Georg Wurzer (Wiesau).

Brigitte Scharf gratulierte dem SPD-Landratskandidaten Thomas Döhler. Mit auf dem Foto stellvertretender Kreisvorsitzender und Wahlleiter Uli Roth (links).
Gut besuchte Veranstaltung.
Thomas Döhler bei der Rede.
Thomas Döhler tritt für die SPD bei der Landratswahl an.
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