03.04.2019 - 17:22 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Peppig, pfiffig und sehr bunt

Im Stadt-Dschungel tummelt sich immer öfter eine besondere Spezies: die SUV-Zwergerl. Kein Autobauer kann auf sie verzichten. Und der Kia Stonic ist da so eine Art bunter Hund.

Breite Radhäuser und muskulöse Schultern sorgen für einen athletischen Auftritt des Kia Stonic.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Der fühlt sich in der Stadt und auf dem Land besonders wohl, weiß sich aber auch auf der Autobahn zu behaupten. Kletterziegen-Eigenschaften stehen nicht im Lastenheft des Urban-SUVs. Also verzichtet Kias kleiner Knaller auch gleich auf Allrad, wirft vielmehr schickes Design und freche Farben in die Waagschale. Technisch ist der Stonic ja im Grunde ein Rio Grande, also ein um acht Zentimeter verlängerter Bruder des gleichnamigen Kleinwagens. Allerdings auf 18 Zentimeter Bodenfreiheit aufgebockt. Mit properen Portionen und muskulösen Schultern macht er auf Naturbursche, ist aber ein pfiffiges Kerlchen.

Urbangrün und Tan Orange

Bunt und peppig rollt er durch die Straßen, oft in knalligem Gelb und sehr oft in Zweifarb-Lackierung. Signalrot und Auroraschwarz zum Beispiel. Oder Denimblau und Schneeweiß. Oder Urbangrün und Tan Orange, wie unser Testwagen. Wobei dann die Kontrastlackierung vom Dach auch im Innenraum eine Fortsetzung findet. Und so das doch etwas harte Plastik zu kaschieren weiß. Gleichwohl man in der Klasse jetzt nicht unbedingt mehr erwarten darf.

Dafür ist die Bedienung ausgesprochen funktionell. Nichts was dem Fahrer Rätsel aufgeben würde. Und vorne haben selbst Sitzriesen ausreichend Platz und Luft über dem Scheitel. Hinten wird es naturgemäß enger. Der Kofferraum lässt sich leicht beladen und bietet den klassenüblichen Stauraum nebst umlegbaren Rücksitzlehnen. Weil der Stonic nach Sportage und Ceed zum drittwichtigsten Modell in Deutschland avancieren soll, haben die Koreaner ihren Hoffnungsträger auch gleich serienmäßig unter anderem mit sechs Airbags, Start-Stopp-System, erweitertem Stabilitätsprogramm, Berganfahrhilfe, Infotainmentsystem mit Sieben-Zoll-Bildschirm und Smartphone-Integration, Bluetooth mit Spracherkennung, Klimaanlage und elektrischen Außenspiegeln aufgepeppt.

Viele Goodies

Und in unserem Testwagen in der "Spirit"-Variante samt Technologie-Paket (890 Euro) zeigten sich noch ein paar "Goodies" wie zum Beispiel beheizbare Sitze und Lederlenkrad, Fernlichtassistent und Rückfahrkamera. Fürs Navi sind weitere 790 Euro fällig. Der Spurwechselwarner macht seine Sache gut, etwas zu gut, weil das ständige Gepiepse dann irgendwann doch nervt.

Dafür ist der kleinste Motor im Stonic-Angebot zugleich das stärkste. Dass hier ein Dreizylinder aus einem Einliter-Motörchen zu Werke geht, versteckt der Kia souverän unter einem sportlich-sonoren Klang. Da ist nix vom Nähmaschinen-Sound so mancher Schicksalsgefährten zu hören. Und mit dem 7-Gang-DSG geht der Rio im Trekkingdress eine nahezu ideale Kombination ein. Da geht's flott zur Sache. Die Endgeschwindigkeit reicht allemal. Im Verbrauch ist noch ein bisschen Luft nach unten. Das Fahrwerk gehört eher zur sportlichen Sorte, kurze Stöße werden direkt an die Insassen durchgereicht. Zielgenau und spurtreu geht's über kurvige Landstraßen, auch enge Parklücken meistert der Stonic bravourös. Und dank Euro 6d-Temp ist der Einspritzer samt Otto-Partikelfilter ein Saubermann.

Alles in allem macht der Kia Stonic eine gute Figur - optisch und technisch. Und in puncto Ausstattung ist er sowieso jede Überlegung wert.

Bildergalerie Kia Stonic

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