15.09.2019 - 15:28 Uhr
Perschen bei NabburgOberpfalz

Praktiziertes Tierwohl

Christoph Hösl aus Perschen betreibt seit kurzem einen mobilen Hühnerstall. Dort haben die Hühner genügend Auslauf und leben somit artgerecht.

Das Bild zeigt Christoph Hösl vor seinem mobilen Hühnerstall, umringt von seinen glücklichen Hühnern
von Richard AltmannProfil

Christoph Hösl ist noch in der Ausbildung zum Landwirt. Angeregt durch einen Mitschüler in der Berufsschule, der bereits im südlichen Landkreis einen mobilen Hühnerstall betreibt, hat er sich vor kurzen selbst einen solchen angeschafft. Auf dem elterlichen Betrieb in Perschen werden hauptsächlich Kartoffeln angebaut, und ein kleines weiteres Standbein ist die Bodenhaltung von Hühnern und damit verbunden der Eierverkauf.

Hier nun ist der Junior einen Schritt weiter gegangen und hat sich einen mobilen Hühnerstall angeschafft. Aber was heißt mobiler Hühnerstall? Dies ist eine Unterkunft auf Rädern. Darin finden die 350 Hühner nicht nur Unterschlupf während der Nacht in komfortablen mehrstöckigen Nestplätzen. Dort wird auch automatisch für die Fütterung der Tiere gesorgt und für reichlich Wasser. Die Eier werden entsprechend von den Tieren abgelegt und werden automatisch aus dem Stallbereich entfernt. Übrigens: Ein Huhn legt nur ein Ei pro Tag, nicht wie manche Zeitgenossen meinen zwei oder drei.

Ein Huhn legt ungefähr an 240 bis 260 Tagen pro Jahr. Ansonsten können sich die Hühner von Christoph Hösl vollkommen frei auf dem Feld bewegen, dass er entsprechend eingezäunt hat. Nach zwei bis drei Wochen kommen alle Hühner kurz in den Stall und es geht weiter zum nächsten Feld. Hier können sie wieder im Freiland leben, versorgt mit allem, was sie brauchen und einem entsprechenden Auslauf.

Diese Haltung von Hühnern ist nach Auffassung von Christoph Hösl praktiziertes Tierwohl. Es sieht man den Hühnern auch an - sie sind nicht abgemagert, picken sich gegenseitig nicht an und verfügen über ein schönes Gefieder.

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