Glaube gibt Orientierung in schwierigen Zeiten

Gestenreich, wortgewaltig und humorvoll predigte Zentralpräses Pater Josef Schwemmer beim Pfarrkonvent in der Marienkirche Pertolzhofen.
von Josef BöhmProfil

Sowohl weltliche als auch kirchliche Probleme rücken in den Fokus, als sich die Marianischen Männercongregationen (MMC) Niedermurach und Pertolzhofen zum Pfarrkonvent treffen. Zentralpräses Josef Schwemmer mahnt dazu, den Glauben an Gott in der Hektik des Alltags nicht untergehen zu lassen.

Die MMC Pertolzhofen hatte als federführender Verein die Sodalen zunächst zum gemeinsamen Gottesdienst in die Marienkirche eingeladen. Pater Schwemmer predigte zum Tagesevangelium von Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen. Mit Gott im Gespräch bleiben und damit Ruhe und Orientierung erlangen war seine zentrale Botschaft.

Zur Gesprächsrunde mit dem Zentralpräses trafen sich die Sodalen im Gasthaus Betz in Wagnern. Nach der Eröffnung durch Wolfgang Forster, Obmann der MMC Pertolzhofen, nahm Josef Salomon, Obmann der MMC Niedermurach, die Ehrung langjähriger Sodalen vor: Zum Dank für ihre Treue zur MMC Niedermurach bekamen Johann Kirchhammer (60 Jahre) und Josef Fuchs (40 Jahre) die Ehrennadel verliehen.

Zu Beginn seines Vortrags wies Pater Josef Schwemmer auf die großen aktuellen Probleme von Politik, Gesellschaft und Kirche hin. Hungersnöte, Bürgerkriege, Coronakrise, Missbrauchskandale, Kurienreform, der Synodale Weg und Glaubensschwund seien Herausforderungen, denen sich alle stellen müssten. Drei Punkte nannte der Zentralpräses, mit denen sich Christen in diesen schwierigen Zeiten wappnen können.

So nahm er Bezug auf das Versprechen von Christus „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ im Matthäus-Evangelium. Dies besage, dass Gott stets in Reichweite ist. Dieser Gedanke gehe in der Hektik und dem Getöse des Alltags vielfach unter. Es bedürfe Ruhe, Besinnung und Stille, um Gottes Nähe zu spüren. Als zweiten Punkt appellierte Pater Schwemmer dazu, sich "der Kraft des Heiligen Geistes mehr und mehr bewusst werden“. Damit einher gehe die Aufgabe als Christ, dem Glauben und der Wahrheit Raum zu verschaffen.

„Das Brot in unserer Mitte" war der dritte Punkt der Gesprächsrunde. Josef Schwemmer bezeichnete es als "permanent um sich greifendes Virus, dass die Gesellschaft von Gott nichts mehr wissen wolle. Doch habe dies meist große Orientierungslosigkeit zur Folge. Das regelmäßige Mitfeiern im Gottesdienst und der Empfang der Kommunion könnten Halt im Leben geben.

Zentralpräses Pater Josef Schwemmer machte deutlich, dass gerade in der heutigen schwierigen Zeit ein fester Glaube eine sichere Orientierung im Leben bieten könne. Gerade deshalb sollte sich niemand von den derzeit unguten Nachrichten aus aller Welt verrückt machen lassen. Außerdem werde man an persönlichen Problemen und deren Lösungen auch wachsen. Worauf es im Leben eines Christen ankomme, verdeutlichte Schwemmer an einem Wortwechsel zwischen einem Journalisten und Mutter Teresa. Auf die Frage des Journalisten „Was muss sich in der Kirche ändern?“, habe Mutter Teresa schlagfertig geantwortet: „Sie und ich!“.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.