Mit "Schwalben" und viel Muskelkraft: Vereine stemmen Maibäume hoch

Leichter geht es natürlich mit Kran und Traktor, doch meist werden im Raum Oberviechtach die Maibäume mit "Schwalben" aufgestellt. Die Mühe macht man sich gerne: Endlich darf wieder gefeiert werden.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Pertolzhofen: „Die Jungen hatten es gleich heraus und die Alten haben sich noch erinnert, wie es geht“, sagt Katrin Thanner von den „Golanern Bertzhof“. Trotz zweijähriger Corona-Pause lief das Maibaumaufstellen in Pertolzhofen unter der Leitung von Sebastian Lobinger also reibungslos. Punkt 15 Uhr – begleitet vom Läuten der Kirchturmuhr – stand der 24-Meter-Baum, der seit Jahren gemeinsam von den Golanern und der Edelweißkapelle aufgestellt wird. Traditionell schraubt der Vorsitzende dann das Schild mit den Vereinsnamen und der Jahreszahl an – und bekommt eine Bierdusche. Wenn der Maibaum steht, geht es zum gemütlichen Teil über. „Es war sehr gut besucht heuer“, so Thanner. „Man merkt, dass die Leute einfach wieder raus wollen.“ Schon am Donnerstag hatten die Pertolzhofener die Kränze gebunden, den Samstag konnten sie für die Vorbereitung der Feier nutzen. Pfarrer Herbert Rösl segnete den Maibaum vor dem Aufstellen. (wrl)

Winklarn: Endlich kehrt Normalität bei den Brauchtumsfesten ein. Nach drei Jahren wurde wieder ein Maibaum auf dem Marktplatz in Winklarn aufgestellt. Die Feuerwehr und die "Werkstodler" nahmen das Ganze in die Hand. Feuerwehr-Vorstand Stephan Pregler begrüßte die Aktiven und Zuschauer. Den Baum spendete die Du Moulin Eckart’sche Forstverwaltung. Die Fichte aus dem gräflichen Wald wurde nach alter Manier am Marktplatz vorbereitet und geschmückt. Vor dem Aufstellen betete Pfarrvikar Emmanuel Ogbu gemeinsam mit allen für ein unfallfreies Gelingen, spendete den Segen und wünschte den Männern „viel Kraft“. Unter dem Kommando des Zimmerermeisters Peter Killermann begann die Arbeit. Mit reiner Muskelkraft und einem kräftigen „Hau Ruck“ wurde der stattliche 32 Meter lange Baum hochgehievt. Die Blaskapelle Kunschir eröffnete und beendete mit schmissigen Weisen das traditionelle Fest. Für das leibliche Wohl war bestens mit Bratwurstsemmeln, Steaks und Getränken gesorgt. Die vielen Zuschauer genossen das Flair mit Bratwurstduft und Unterhaltung. (amö)

Gaisthal: Die Organisation übernimmt in Gaisthal seit Jahrzehnten die Feuerwehr. Mit tatkräftiger Unterstützung der Männer aus Gaisthal und Rackenthal konnten Vorsitzender Alois Sorgenfrei, Kommandant Johannes Gillitzer sowie Festleiter Audi Lurbiecki unter den Augen der Bevölkerung den Maibaum in der Ortsmitte in die Höhe stemmen und sicher verankern. Kaffee und Kuchen boten die Festdamen der Feuerwehr den Schaulustigen an, bevor es zum gemütlichen Teil im Garten des Feuerwehrhauses überging. Dort spielte Musikant und Feuerwehrmitglied Alfons Margraf auf. (muk)

Thanstein:Traditionell wurde der Thansteiner Maibaum durch die örtlichen Vereine – Feuerwehr, Landjugend, SRK, VPC, Gartler, Frauenbund und Burgverein – unter dem bewährten Kommando von Wolfgang Schmidt in schweißtreibender Zusammenarbeit zwischen Schützenheim und Feuerwehrgerätehaus hochgehievt. Nachdem der Baum, den Robert Dirscherl spendiert hatte, stand, konnten alle fleißigen Helfer und Zuschauer zum gemütlichen Teil übergehen. Die Versorgung der Gäste lag bei der KLJB in den besten Händen. Bei der Schätzung der Höhe des Maibaumes mit 30,86 Metern hatte Lisa Lottner aus Neukirchen-Balbini den richtigen Riecher. Als Preis erhielt sie zwei Eintrittskarten für die Märchenaufführung „Räuber Hotzenplotz“ auf der Schwarzwihrburg. Bei der anschließenden Versteigerung des Maibaumes bekam Ewald Zimmermann den Zuschlag. Übrigens hatten auch die Kinder hatten ihren Spaß: Die Buben und Mädchen stellten einen Kindermaibaum auf. (rkp)

Eigelsberg: Für den "Eigelsberger Stoßtrupp" ist es ein fester Bestandteil ihrer Vereinsarbeit. Die Truppe engagiert sich nicht nur für ein sauberes Ortsbild, durchkämmt die Gegend und sammelt Unrat, den andere achtlos liegen lassen: Sie leistet zusammen mit der Feuerwehr auch Brauchtumspflege. Ein schmucker Baum in den Farben weiß und blau ziert nun das Dorf.

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