18.10.2021 - 11:48 Uhr
St. Ötzen bei FlossenbürgOberpfalz

Pfarrer Georg Gierl und Skiass Eric Frenzel lassen Glocke im neuen Turm in St. Ötzen läuten

Der Radlader hebt den Flossenbürger Pfarrer trotz Höhenangst nach oben zur Glocke im Turm. Skispringer Eric Frenzel darf bei dem Festakt nahe Flossenbürg am Boden bleiben. Am Ende läutet die Glocke.

Während Eric Frenzel die Glocke des Turmes in St. Ötzen erstmals läutet, sind alle Smartphones auf ihn gerichtet.
von Josef BauerProfil

Der neue Glockenturms in St. Ötzen ist gesegnet und gesalbt. Die beiden Dorfgemeinschaften von St. Ötzen und Hildweinsreuth hatten sich dazu am Sonntagvormittag nahezu vollzählig eingefunden, dazu noch Gäste aus Flossenbürg und den Umkreis. Laura Frenzel dankte den Spendern und den Mitwirkenden, die dieses Fest ermöglicht und vorbereitet hatten.

Josef Völkl machte deutlich, dass St. Ötzen nun ein richtiges Dorf mit einer Glocke sei. Er lobte die Entschiedenheit und den Zusammenhalt im Ort und mit den Nachbardörfern. Er regte an, den Glockenturm mit einem elektrischen Läutwerk zu versehen und dieses mit der Hildweinsreuther Kapelle zu vernetzen. "So könnten immer beide Glocken zum selben Anlass läuten." Offen sei noch, ob die Glocke jetzt viertel- oder halbstündig oder eventuell auch bei einem Tor des FC Bayern geläutet werde.

Die Gemeinde Flossenbürg habe sich durch die Glocke die Anschaffung und die Montage einer Sirene erspart, sagte Bürgermeister Thomas Meiler. Pfarrer Georg Gierl war sichtlich erfreut, dass er das seltene Ereignis einer Turm- und Glockenweihe durchführen durfte. Er habe zuvor noch sicherheitshalber den Bischof gefragt, ob er das auch ohne Weiteres könne, was dieser bejahte. Gierl würde es sehr freuen, wenn er in naher Zukunft eine neu erbaute Kapelle in St. Ötzen weihen dürfte.

So schritt denn der Pfarrer ohne Rücksichtnahme auf seine Höhenangst in den bereitstehenden provisorischen Lift unter Zuhilfenahme eines Radladers zur Tat. In luftiger Höhe segnete und salbte Gierl die Glocke und schlug diese mit dem Hammer zum ersten Mal an. Die Glocke zerbrach nicht und bestand den obligatorischen Test.

Danach durfte der wohl bekannteste Einwohner von St. Ötzen, Eric Frenzel, die Glocke zu ersten Mal läuten. Sie klang hell und klar. Danach wurde die Glocken- und Turmweihe noch anständig gefeiert.

Hintergrund:

Flossenbürg mit sieben Gemeindeteile

  • Altenhammer (Dorf)
  • Flossenbürg (Pfarrdorf)
  • Gaismühle (Einöde)
  • Hildweinsreuth (Weiler)
  • Rückersmühle (Dorf)
  • Rumpelbach (Einöde)
  • Sankt Ötzen (Weiler)

 

 

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