Pfreimd
16.10.2022 - 18:28 Uhr

Abschied für immer von Hannelore Blank

Du fehlst: Mit diesen Worten spricht Pfarrerin Heidi Gentzwein nicht nur der trauernden Familie aus der Seele. Gemeint ist Hannelore Blank, langjährige Pfarramtssekretärin, deren Urne am Samstag in Pfreimd beigesetzt wurde.

Die langjährige Pfarramtssekretärin Hannelore Blank ist verstorben. Bild: Blank/exb
Die langjährige Pfarramtssekretärin Hannelore Blank ist verstorben.

Für viele war sie eine Schlüsselfigur: die langjährige Pfarrsekretärin Hannelore Blank. Sie war eine verlässliche Säule in den Kirchengemeinden von Pfreimd, Nabburg und Schwarzenfeld, ein Fixpunkt für Familie und Nachbarn, jemand der bereit war, sich einspannen zu lassen: für den Siedlerverein, die Landgraf-Ulrich-Schule, vor allem aber für die Kirche. "Sie hat ihren Glauben gelebt und sich für ihn eingesetzt", würdigte Gentzwein beim Trauergottesdienst am Samstag in der Pauluskirche die am 28. September im Alter von 59 Jahren verstorbene Hannelore Blank.

Über ein Vierteljahrhundert war sie als Pfarramtssekretärin aktiv, zunächst in Nabburg/Pfreimd, seit fünf Jahren zusätzlich in Schwarzenfeld. Als Kirchenpflegerin und im Kirchenvorstand und vor allem in Vakanzzeiten ohne Pfarrer war sie der Gemeinde ein wichtige Stütze.

Ein Höhepunkt ihres kirchlichen Engagements war die Ausbildung zur Prädikantin. Damit durfte sie ehrenamtlich Gottesdienste halten und predigen. "Sie hat sich sehr gefreut, an der Seite des Landesbischofs im Gottesdienst zur Einweihung des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses mitzuwirken", so Gentzwein. Und noch etwas sei den Gläubigen im Gedächtnis geblieben: Im Corona-Jahr 2020 hielt sie den Gottesdienst an Weihnachten im Freien hinter der Pauluskirche - mit einer Krippe im Koffer. Als "unauffällig Leitende, eine Predigerin voller Hingabe und Fels in der Brandung", würdigte Rolf Linke für den Kirchenvorstand die Verdienste.

Mit den beiden biblischen Figuren Martha und Maria verglich Pfarrerin Barbara Hofmann die Verstorbene: Wie Martha habe sie organisiert, sich gekümmert und mit angepackt. Und wie bei Maria galt: "Glaube und Kirche waren ihre Welt". "Wir haben schmerzlich gelernt, ohne dich zurecht zu kommen", so Gentzwein. Unter die Blumen, die sie als Symbol für das Leben der Verstorbenen mitgebracht hatte, war auch eine Distel, für "Leid und Krankheit" und Gras für "Samen, die noch aufgehen werden". Bevor die Trauergemeinde den Weg zum Friedhof antrat, erklang neben den vom Chor intonierten Kirchenliedern noch ein Schlager: "Abschied ist ein scharfes Schwert, sang der von Hannelore Blank sehr geschätzte Roger Whittaker.

 
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