12.12.2018 - 14:57 Uhr
PfreimdOberpfalz

Abschiedsappell für Pfreimder Soldaten

Rund 1000 Uniformierte gehen für sechs Monate im Nato-Auftrag nach Litauen. Den Kern der Truppe bildet das Panzerbataillon 104 aus Pfreimd.

Das Ortsschild der Stadt Pfreimd übergab Bürgermeister Richard Tischler an Brigadegeneral Jörg Thorsten See und Oberstleutnant Peer Papenbroock (von rechts). Das Schild soll die Einheiten nach Litauen begleiten und an den Standort ihrer Kaserne erinnern.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

(td) Im Januar beginnt die Verlegung von Männern und Material nach Litauen. Ein großer Teil der rund 500 Soldaten des Pfreimder Panzerbataillons 104 wird sich diesem sechsmonatigen Nato-Auftrag mit dem Namen "Erweiterte Vornepräsenz" (EFP, Enhanced Forward Presence) anschließen, der Rest bleibt in der Kaserne. Da Oberstleutnant Peer Papenbroock, der Bataillons-Kommandeur, ebenfalls mit nach Litauen geht, werden die Geschäfte in der Kaserne (Nachkommando) von Oberstleutnant Christian Märkl geleitet.

Pfreimder tonangebend

Es ist das fünfte Mal, dass eine Battle Group in Litauen stationiert ist, aber zum ersten Mal sind die Pfreimder dabei tonangebend. Dass die Oberpfälzer ein Jahr später, und zwar in der zweiten Jahreshälfte 2020, nochmals ins Baltikum reisen müssen, darauf machte Brigadegeneral Jörg Thorsten See aufmerksam. Unterstützt wird das Panzerbataillon 104 in der Battle Group durch weitere Einheiten der Panzerbrigade 12, der See vorsteht, sowie Kräften anderer Kommandobereiche. Dazu kommen Soldaten besonders aus den Niederlanden, aus Tschechien und Norwegen.

"Wir müssen uns stets bewusst sein, dass alles, das wir in Litauen tun, sehr genau beobachtet wird", sagte Oberstleutnant Peer Papenbroock, "sowohl von der litauischen Bevölkerung, als auch von Litauens großem Nachbarn im Osten". Der Kommandeur erinnerte in seiner Ansprache daran, dass sich die Truppe seit längerer Zeit intensiv auf den Auslandseinsatz vorbereitet habe. "Ich bin beeindruckt durch ihr Engagement, ihre Professionalität und ihre Leidenschaft", fasste Papenbroock seine Eindrücke von den Soldaten während dieser Trainingsmonate zusammen. Der Umzug nach Norden werde einige Wochen dauern, aber Anfang Februar soll die gesamte Battle Group in Litauen versammelt sein.

Verbundenheit zeigen

Nachdem See, Papenbroock und Bürgermeister Richard Tischler gemeinsam die Reihen der Soldaten auf dem Marktplatz abgeschritten hatten, ergriff auch der Bürgermeister das Wort. "Wir sind stolz, mit diesem Appell auf dem Marktplatz unsere Verbundenheit mit dem Panzerbataillon 104 sowie der Panzerbrigade 12 und allen Einheiten der Bundeswehr zum Ausdruck bringen zu können", versicherte er.

An die Soldatinnen und Soldaten gewandt wünschte Tischler "von ganzem Herzen, dass sie ihren Einsatz gut erfüllen und dass sie danach alle ohne Ausnahme unversehrt an Leib und Leben, aber auch psychisch wohlbehalten zu ihren Familien und zu uns zurückkommen".

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