Auch in diesem Jahr wurde die Herausgabe der Jahresschrift durch die finanzielle Unterstützung der örtlichen Firmen und Institutionen möglich. Als einer der Verfasser und treibende Kraft warf Helmut Friedl einen ersten Blick in das 162 Seiten umfassende Werk. Die Autoren beschreiben in neun Beiträgen die verschiedensten Epochen Pfreimder Geschichte.
Es ist schon Tradition, dass der ehemalige Kreisheimatpfleger Ernst Thomann mit einem vorgeschichtlichen Artikel die Schrift einleitet. Dieses Mal befasst sich sein Beitrag mit „Neufunde auf der östlichen Pfreimdterrassse am Nordausgang von Pfreimd“. Judenfeindlichkeit ist kein Kind unserer Zeit und ist in den Jahrhunderten deutscher Geschichte immer wieder zu finden. Mit seinem Beitrag „Die Leuchtenberger und ihre jüdischen Geldgeber“ beleuchtet Hubert Amode die von den Leuchtenbergern im Auftrag des Reiches durchgeführten Aktivitäten hinsichtlich der Judensteuer. Ein weiterer Beitrag dieses Autors hat „Perschen ein unbedeutendes Dorf“ zum Inhalt.
Von einem „zugereisten Pfarrer in Pfreimd“ erzählt Dr. Camilla Weber. Es ist die Geschichte von Pfarrer Anton Emil Merz, der von 1905 bis 1927 in Pfreimd wirkte und große Spuren hinterlassen hat. Einer Besonderheit in der Kunstgeschichte widmet Joseph Eimer seinen Aufsatz. Er stellt dem Leser das ausgesprochen schöne Maria-Hilf-Bild hinter Glas von 1833 in der Kapelle in Schiltern vor. Der Name Johann Baptist Schrott wird nur wenige Pfreimder Bürger bekannt sein. Er war 1870 in Pfreimd geboren und machte sich als Ofensetzermeister in Dresden selbstständig. Seine Erinnerungen sind ein Spiegelbild des Lebens einer Kleinbauernfamilie im 19. Jahrhundert.
Anders sieht es bei dem Musikmeister Rudolf Dorner aus. Seine „Erinnerungen an die Gefangenschaft – Erinnerungen an zwei Jahre voller Musik“ sind ein Zeitzeugnis der jüngeren Geschichte. Zurück in die leuchtenbergische Ära von Pfreimd führt Hans Paulus mit seinem Beitrag „Eine Grabplatte der Mechthild von Klein in der Sankt-Sigmund-Kirche in Pfreimd. Ein Beitrag von Helmut Friedl zum „Kriegsschauplatz Oberpfalz“ in den Jahren 1800 bis 1816 rundet den Streifzug durch die Pfreimder Geschichte ab. Die Jahresschrift „Der Stadtturm“ kann im Schreibwarengeschäft Eisenreich, in der Stadtverwaltung Pfreimd, im Museum in Nabburg oder direkt beim Arbeitskreis gekauft werden.





















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