04.06.2018 - 10:42 Uhr
PfreimdOberpfalz

Drei Bitten und ein betender Bürgermeister

Den ersten Schritt für ein erfolgreiches Jubiläum hat die Feuerwehr Pfreimd bewältigt. Arnold Kimmerl, Richard Tischler und die Feuerwehr Iffelsdorf sagten „Ja“ zur Bitte der Jubelwehr. So einfach war die Sache aber dann doch nicht.

Markus Muntanjohl (links) bat die Feuerwehr Iffelsdorf um die Übernahme der Patenschaft. Ernst Wurmstein (rechts) sagte gerne zu. Mit dem Ergebnis zufrieden waren Ehrenschirmherr Arnold Kimmerl und Schirmherr Bürgermeister Richard Tischler.
von Richard BraunProfil

Die Uhr am Kirchturm schlug dreiviertel fünf, als Vorsitzender Markus Muntanjohl das Kommando „Marsch“ gab. Die Stadtkapelle Pfreimd setzte zu einem Marsch an. Der Zug mit den Festdamen in ihren chicen Lederhosen gefolgt von der kompletten Mannschaft der Feuerwehr setzte sich Richtung Schleifmühlbach in Bewegung. Am Haus von Arnold Kimmerl dann der erste Stopp. In gereimten Zeilen trug die Vorstandschaft ihre Bitte um die Übernahme der Ehrenschirmherrschaft vor, die der Altbürgermeister mit einem kurzen „Ja" beantwortete.

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann weiter über die Bahnhofsstraße zum Wohnhaus von Bürgermeister Richard Tischler, der zusammen mit seiner Frau Evi den festlichen Zug bereits erwartete. Die Feuerwehr-Verantwortlichen trugen auch hier ihre Bitte um die Übernahme der Schirmherrschaft vor und stießen beim Bürgermeister auf offene Ohren. Bürgermeister Richard Tischler versprach sogar, täglich für schönes Wetter zum Jubelfest zu beten. Dies fand natürlich den Applaus der Feuerwehr. Nach einer Erfrischung, die bei dem warmen Wetter sehr willkommen war, ging es dann weiter Richtung Untersteinbach.

An der Naabbrücke dann ein weiterer Halt: Zwei resolute Feuerwehrmänner aus Iffelsdorf verweigerten dem Tross den Weitermarsch. Da halfen auch gute Worte nichts. Erst musste der Pfreimder Feuerwehr-Vorstand mit dem Schlauchboot übersetzen und um Einlass nachsuchen. Ausgerüstet mit Schwimmweste und Gummistiefel wurden die Bittsteller aus Pfreimd auf der anderen Naabseite mit großem Hallo empfangen. Erst, als sie ihre Anliegen vorgetragen hatten, durfte die ganze Festgemeinde in Untersteinbach einmarschieren.

Jetzt wiederholte sich das ganze Prozedere. Vorsitzender Markus Muntanjohl trug erneut seine Bitte vor. Dieses Mal wünschte er sich die Nachbarwehr als Patenverein zum Jubelfest. Damit es den Iffelsdorfer Feuerwehrleuten etwas leichter fiel und als kleine "Bestechung" hatten die Pfreimder Wehrmänner ein Fass Festbier mitgebracht. Da konnte Vorstand Ernst Wurmstein nicht anders: „Servus liabe Pfreimder Feuerwehrleit, Wie ihr segts, wir stenga bereit. Wir übernehmen gern für eich die Patenschaft, damit nächstes Joar des Fest guat klappt.“ Sichtlich erleichtert danken die Pfreimdner und stießen mit ihren neuen Patenverein auf gute Kameradschaft und beste Freundschaft an. Schließlich haben beide Wehren schon oft bewiesen, dass sie im Ernstfall gut zusammen arbeiten.

Damit alles seinen richtigen Weg ging, wurden die Patenschaftsurkunden vom Ehrenschirmherrn, dem Schirmherrn und den beiden Feuerwehren unterzeichnet. Nach drei Stunden mühevollem Patenbitten hatten es die Pfreimder Feuerwehrleute endlich geschafft und konnten in das eigens aufgebaute Festzelt der Iffelsdorfer einziehen. Zu den Klängen der Stadtkapelle Pfreimd gab es dann noch vieles zu besprechen.

Nach dem erfolgreichen Patenbitten stießen Schirmherr, Ehrenschirmherr und die Führung beider Feuerwehren auf ein gutes Gelingen des 150-jährigen Gründungsfestes an.

Um Einlass in Untersteinbach zu erhalten, musste die Feuerwehrführung aus Pfreimd mit dem Schlauchboot die Naab überqueren.

Erleichtert zeigte sich die Vorstandschaft aus Pfreimd, dass sie in Untersteinbach einmarschieren durfte.

Mit einem einfachen "Ja" kam Altbürgermeister Arnold Kimmerl der Bitte der Feuerwehr nach, die Ehrenschirmherrschaft zu übernehmen.

Bürgermeister Richard Tischler ließ sich nicht lange bitten, als ihm von der Feuerwehr die Schirmherrscaft für ihr Gründungsfest angetragen wurde. Für schönes Wetter will er zuständig sein.

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