07.05.2019 - 15:10 Uhr
PfreimdOberpfalz

Ergebnis belohnt für den Einsatz

Getragen von der Erfolgswelle aus dem Bienen-Volksbegehren sind mehrere Mandate im Europa-Parlament das erklärte Ziel der ÖDP. Das stellt die stellvertretende Landesvorsitzende Agnes Becker beim Wahlkampfauftritt klar.

Maria Lippert und Hermann Birnthaler (mit Urkunden) sind seit 25 Jahren bei der ÖDP. Kreisvorsitzender Alfred Damm, die stellvertrende Landesvorsitzende Agnes Becker, Arnold Kimmerl und Martin Prey zeichneten sie dafür aus.
von Autor SUSProfil

Getragen von der Erfolgswelle aus dem Bienen-Volksbegehren sind mehrere Mandate im Europa-Parlament das erklärte Ziel der ÖDP. Das stellt die stellvertretende Landesvorsitzende Agnes Becker beim Wahlkampfauftritt klar.

Aufbruchstimmung herrschte bei der Jahreshauptversammlung des ÖDP-Kreisverbands. "Herzlich willkommen zu Bayerns erfolgreichster Oppositionspartei", zitierte Kreisvorsitzender Alfred Damm die FAZ bei seiner Begrüßung der rund 30 Zuhörer im "Pfreimder Sportstüberl".

"Die Wahlergebnisse der Bezirks- und Landtagswahlen 2018 waren enttäuschend", räumte Alfred Damm in seinem Bericht als Kreisvorsitzender ein. Doch der überragende Erfolg des Volksbegehrens "Rettet die Bienen - Stoppt das Artensterben" entlohnte für die Mühen. Nun ist der Wahlkampf für die Europawahlen in vollem Gange. Ziel der ÖDP sei es, so Alfred Damm, deutlich mehr Mandate im EU-Parlament zu erringen. Bislang hat die Partei dort einen Sitz.

Agnes Becker, Sprecherin des Volksbegehrens, stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende und Kandidatin für die Europa-Wahlen war eigens aus Wegscheid nach Pfreimd gekommen. "Europa ist der Garant für den Frieden - bei all den Defiziten, die die Europäische Union hat", sagte Agnes Becker. Für sie ist Europa eine Wertegemeinschaft, für die sich der Einsatz lohne. Zu diesen Werten zählt sie auch den Schutz der Natur aber genauso die Meinungsfreiheit.

Sie verstehe nicht, wie CSU-Abgeordnete im Europa-Parlament entgegen ihrer Aufträge aus der eigenen Partei und der Wähler politische Allianzen mit erklärten Gegnern der EU wie Viktor Orbán schmieden können. Die Wähler sollten ihre Abgeordneten an ihren Taten messen, plädierte Agnes Becker in ihrer Rede. "Wer ein tatkräftiges Europa möchte, der darf nicht CSU wählen", sagte Becker angesichts der Europakritik von Horst Seehofer noch vor wenigen Monaten.

Im Rückblick auf das Rekordergebnis beim Volksbegehren zur Artenvielfalt berichtete Agnes Becker von der Arbeit der ÖDP am "Runden Tisch", der von Ministerpräsident Markus Söder in der Folge einberufen worden war. Für die Landwirte seien gute Entschädigungen erreicht worden, die sich nicht mehr nach der Fläche sondern nach der ökologischen Qualität der Bewirtschaftung berechnet. Besonders wichtig ist Agnes Becker, dass jährlich überprüft wird, ob die Ziele des Naturschutzgesetzes erreicht werden.

Der "Runde Tisch" sei eine wertvolle Einrichtung, weil alle divergierenden Verbände ihre Argumente einbringen können, erklärte Landrats-Stellvertreter Arnold Kimmerl, der für die ÖDP im Arbeitskreis "Wald" in dem Gremium mitarbeitet.

Ehrungen:

Seit 25 Jahren dabei

Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte der ÖDP-Kreisvorsitzende Alfred Damm mit einer Urkunde die ehemalige ÖDP-Stadträtin Maria Lippert aus Pfreimd und Hermann Birnthaler aus Nabburg. Monika Freundl sowie Sabine und Walter Schindler aus Burglengenfeld sind ebenfalls bereits ein Vierteljahrhundert bei der Partei.

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