06.03.2019 - 16:21 Uhr
PfreimdOberpfalz

Federn, Fell und Fischsemmeln

Der alljährliche Taubenmarkt ist wieder ein großer Erfolg. Die vielen Verkäufer aus ganz Bayern haben mehr zu bieten als man auf den ersten Blick sieht.

Auch die Kleinsten interessierten sich für die Angebote der Händler.
Für frischen Steckerlfisch sorgte der Anglerverein Pfreimd .

Jeden Aschermittwoch findet in Pfreimd der Taubenmarkt statt. Die ersten Händler treffen um 6 Uhr morgens ein, um sich einen Platz zu sichern. Die Plätze sind begehrt und die Suche nach dem schönsten Ausstellungsort beginnt. Danach geht es ins Café und ab 7 Uhr startet der Verkauf. Verkäufe laufen gutLudwig Miethaner, Mitglied des Sondervereins der Strassertaubenzüchter, ist begeistert von der großen Besucherzahl: "Es ist mehr los als letztes Jahr und die Verkäufe laufen gut." Im Gegensatz zu früher sind die Käufer laut Miethaner "mehr an Enten interessiert als an Tauben". Um 9 Uhr hat er nur noch eine Ente übrig. Der Markt im Herzen Pfreimds ist schon lange nicht mehr nur ein Taubenmarkt. Zwischen den unzähligen verschiedenen Taubenrassen findet man Kanarienvögel, Gänse, Enten, Hähne, Stallhasen und Ziervögel. Die vielen Kinder interessieren sich aber vor allen für die "süßen" Stallhasen, die ganz ruhig in ihren Käfigen liegen und sich streicheln lassen. Im Gespräch mit den Verkäufern stellt sich heraus, dass der Großteil des Geflügels, vor allem die Tauben, zum Verzehr gedacht ist, und Mastfutter benötigt, "damit a wos an dene dro ist, sunst host ja nix zum Essn". Genau dafür ist Helmut Birler mit seinem Futterhandel zuständig. Von Legekorn über Exotenfutter bis hin zu speziellen Bio-Kräutermischungen ist alles in seinem großen Repertoire. "Je nachdem welche Rassen der Züchter besitzt, beziehungsweise ob es Mastgeflügel oder Ziergeflügel ist, wird das Futter an die Tiere angepasst" erklärt er. Trotz der lockeren Stimmung achten die Händler penibel auf ihre Auflagen. Neben notwendiger Impfungen und Medikamente muss jeder Vogel Zugang zu Wasser und Futter haben. In einem Käfig der Größe 50 mal 30 Zentimeter dürfen sich nicht mehr als vier bis fünf Tauben befinden. Zur Überprüfung "schaut auch jedes Mal ein Kontrolleur vorbei", meint ein Händler.

Steckerlfisch und mehr

Für das leibliche Wohl der vielen Besucher sorgte auch dieses Jahr, passend zum Aschermittwoch, der Anglerverein Pfreimd mit gegrillten Makrelen, geräucherten Forellen und Fischsemmeln. Ein glücklicher Käufer nach dem anderen verlässt nach Handel mit Kartons und Käfigen den Marktplatz, um seine Tiere nach Hause zu bringen. Die Kinder sind stolz auf ihren neuen Hasen, den "der Opa nicht schlachten darf."

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