20.04.2020 - 14:32 Uhr
PfreimdOberpfalz

Funkloch in Hohentreswitz und Pamsendorf bald gestopft

Kein Netz: Diese Meldung sollte schon im März in Hohentreswitz und Pamsendorf von den Handys verschwinden. Die Techniker setzten auf Richtfunk und haben für den Start nun zwei spätere Termine im Visier.

Die Datenanbindung ist laut Telekom bereits erfolgt. Jetzt fehlt nur noch ein "Integrationstermin" für den Funkmast, der bei Hohentreswitz die Lücken im Mobilfunk schließen soll.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Bürgermeister Richard Tischler lässt nicht locker und hakt immer wieder nach, wenn es um das Handynetz der Pfreimder Ortsteile Hohentreswitz und Pamsendorf geht. Doch bis das letzte Funkloch beseitigt ist, sind bald zwei Jahre vergangen. "Im Herbst 2018 haben ,mich die Bürger bei mehreren Veranstaltungen darauf angesprochen", rekapituliert der Bürgermeister, der schon bald einen Lösungsansatz für das Problem im Blick hatte: Bei Hohentreswitz ragt ohnehin ein stattlicher Mast aus dem Wald, der unter anderem für Windmessungen genutzt wurde und sich im Besitz der Stadt befindet.

Die Stadt wandte sich daraufhin schon bald an die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, die Antennenträger plant, realisiert und vermarktet. Ob denn der Mast für den Mobilfunk ertüchtigt werden könne, lautete die Frage. Verbunden war sie mit den Angebot, die Glasfaser-Verbindung entlang der Straße zu nutzen und vom Mast über einen Feldweg entsprechende Kabel für den Anschluss zu verlegen. Tatsächlich bestand Interesse an dem potentiellen Funkturm. Noch im Oktober 2018 wurde laut Bürgermeister ein Pachtvertrag mit der Stadt zur Nutzung der Vorrichtung unterschrieben. Bei einem Ortstermin mit dem Pfreimder Verwaltungsleiter Bernhard Baumer im Juni 2019 hätten sich die Betreiber allerdings nicht für die Glasfaser sondern für Richtfunk als technische Lösung entschieden, informiert Tischler im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

"Voraussichtlich im März 2020" sollte schließlich das Happy End für die dringend erwartete Mobilfunk-Anbindung kommen. Doch jetzt ist erneut ein wenig Geduld gefragt, das hat eine erneute Nachfrage des Bürgermeisters bei der Funkmast GmbH ergeben. "Die geplanten Dienste haben seit 12. März eine Datenanbindung", lautet die gute Nachricht im Antwortschreiben an die Stadt Pfreimd. Für die Woche vom 20. bis 24. April sei der Einbau des "technischen Equipments" durch die Firma Ericsson geplant". Die tatsächliche Inbetriebnahme sei für den "nächsten Integrationstermin" zum 6. Juli vorgesehen, lautet der Teil der Information, von dem der Bürgermeister weniger begeistert ist. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ein in dem Schreiben als Alternative genannter Termin realisiert werden kann. "Sollte sich die Gelegenheit ergeben, den Standort bereits zu einem früheren Integrationstermin einzuplanen, würde dies in einem Starttermin bereits ab dem 11. Mai resultieren", teilt der Telekom-Kommunalbeauftragte für Mobilfunk in Bayern, Christian Blenk, mit.

"Ich bin froh und glücklich, dass es gelungen ist mit diesem Mast eine Lösung zu finden, aber ich hätte mir gewünscht dass es schneller geht und nicht zwei Jahre dauert", seufzt der Bürgermeister. "Wenn es blöd läuft, dauert es jetzt noch bis Juli." Unklar ist solange auch, wie groß die Reichweite des verbesserten Mobilfunk-Standorts sein wird. Ob davon auch der Trausnitzer Ortsteil Atzenhof profitieren könnte? bleibt abzuwarten. "Ich will da keine falschen Hoffnungen wecken", so der Rathauschef.

Vielleicht schon im Mai, möglicherweise aber auch erst im Juli klappt es mit dem Mobilfunk in Hohentreswitz und Pamsendorf. Dann sind fast zwei Jahre vergangen seit dem Vorschlag der Stadt Pfreimd, diesen bestehenden Mast zu nutzen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.