09.04.2019 - 18:55 Uhr
PfreimdOberpfalz

Gegen Drogen und Sucht

Die Drogenprävention ist für die Landgraf Ulrich Schule von immenser Wichtigkeit. Die Aufklärung beschränkt sich dabei nicht nur auf die „harten Drogen“.

In beklemmender Weise zeigt das mobile Schultheater das Elend, das Drogen anrichtet. Schonungslos und authentisch spielen Jessica und Ole den damit verbundenen körperlichen und geistigen Verfall.
von Richard BraunProfil

Besonders für junge Menschen sind Drogen eine große Gefahr. Abenteuerlust und Neugierde, aber auch Zukunftsangst und Realitätsflucht begünstigen den Drogenkonsum und das Suchtverhalten. Um gerade auf diese Gefahren hinzuweisen, hat die Schule die Drogenprävention in das Lernprogramm mit aufgenommen. Schulleiterin Silke Schmid konnte dafür erfahrene Pädagogen gewinnen, die mit viel Einfühlungsvermögen, ohne erhobenen Zeigefinger, auf diese Gefahren hinwiesen. Einer von ihnen ist Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder. Schwerpunkt dabei war das Wissen, wie Drogenkonsum überhaupt erkannt werden kann.

Gerade die Grenznähe macht es den jungen Menschen leicht, an illegale Drogen zu kommen. Wobei die Unterscheidung zwischen legalen Drogen, wie Alkohol und Nikotin und illegalen Drogen sehr zweifelhaft ist. Beide führen sie in die Abhängigkeit an deren Ende, der körperliche und geistige Verfall stehen.

Sehr anschaulich führte dies das mobile Schultheater den Schülern vor Augen. In dem Stück "Schüttelfrost" zeigten die Schauspieler Jessica Schilling und Ole Bosse in beklemmender Weise, was Drogenkonsum anrichten kann. Im ersten Abschnitt wurde in durchaus unterhaltsamer Form über Drogen und Sucht aufgeklärt. Auch die körperlichen Abläufe, die zum Suchtverhalten führen wurden anschaulich dargestellt.

Im zweiten Teil wurden dann zwei unterschiedliche, authentische Drogengeschichten erzählt. Eine Frau berichtet von ihren traumatischen Kindheitserlebnissen. Die Angst vor dem Leben und übermäßiges Selbstmitleid treiben sie früh in die Drogentraumwelt. Ein Entrinnen ist kaum mehr möglich. Daneben steht die Biographie eines jungen Mannes, der aus reiner Lust am "Kick" zu Ecstasy und dann zu Crystal Meth greift. Lange verleugnet er seine Sucht, bis sein Leben aus den Fugen gerät. Für ihn wurde aus Spaß blutiger Ernst. Nur durch die medizinische und psychologische Hilfe konnte er sich aus der Sucht befreien. Deshalb lautete am Schluss der Rat: "Hilfe zu suchen, ist keine Schwäche."

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