05.09.2019 - 12:30 Uhr
PfreimdOberpfalz

Gegenbesuch aus Grünsfeld

Die Partnerschaft zwischen Pfreimd und Grünsfeld lebt, nicht zuletzt wegen der Vereine. Der VdK Pfreimd hat für die Gäste aus Baden-Württemberg Überraschungen parat.

Die Gäste aus Grünsfeld wurden im Bürgersaal von Zweiter Bürgermeisterin Johanna Mertins und Altbürgermeister Arnold Kimmerl (vorne rechts) empfangen.
von Richard AltmannProfil
Altbürgermeister Arnold Kimmerl erklärte das Relief im Sitzungssaal des Rathauses.
Die Besuchergruppe vor der Burg Trausnitz, wo sie vom dortigen Bürgermeister, Martin Schwandner empfangen wurden.
Der Vorsitzende des VdK-Grünsfeld Rainer Schenk übergab einen Geschenkkorb an Gerdi Gradl, Vorsitzende des VdK Pfreimd.

Seit 40 Jahren sind Pfreimd und Grünsfeld im Taubertal in Baden-Württemberg Partnerstädte. Beide verbindet die Vergangenheit: Die Herrschaft der Leuchtenberger. Im vergangenen Jahr besuchte der VdK-Ortsverband Pfreimd die Grünsfelder. Zwischen den beiden Ortsverbänden gibt es schon seit Jahren einen sehr guten Kontakt.

Am Sonntag kamen die Grünsfelder auf zum Gegenbesuch nach Pfreimd. Sie wurden von der Zweiten Bürgermeisterin Johanna Mertins und der Vorsitzenden des VdK Pfreimd, Gerdi Gradl, und vielen Mitgliedern empfangen. Johanna Mertins hieß die Gäste willkommen in der ehemaligen Schlossanlage der Landgrafen von Leuchtenberg. Der Bürgersaaal gehörte dazu. Altbürgermeister und stellvertretender Landrat, Arnold Kimmerl übernahm später eine Stadtführung für die Grünsfelder.

Mertins ging auf aktuelle Entwicklungen in der Stadt ein, ebenso auf die Gschichte. Zu Zeiten der Landgrafen von Leuchtenberg ging es den Pfreimdern gut. Höhepunkt sei ohne Zweifel der Besuch von Kaiser Matthias gewesen, der im Jahre 1612 unmittelbar nach seiner Krönung auf dem Weg zurück nach Wien zwei Tage Station machte in Pfreimd. Die Herrschaft Pfreimd gehörte zur damaligen Zeit nicht zu Kurbayern, sondern unmittelbar zum römisch-deutschen Kaiserreich. So gab es zur damaligen Zeit eine Landesgrenze zwischen Nabburg und Pfreimd, Nabburg gehörte zu Bayern. Kloster und Eixelbergkirche gehören noch heute zu den Sehenswürdigkeiten, Im Jahre 1467 heiratete Dorothea von Reineck den Leuchtenberger Friedrich V. und verband so die Herrschaft Grünsfeld mit dem Haus Leuchtenberg. Daraus entstand im 20. Jahrhundert die Städtepartnerschaft. Diese wurde nun vor einigen Jahren erweitert um die Marktgemeinde Leuchtenberg.

Mit dem Aussterben des Geschlechts der Leuchtenberger sank auch die Bedeutung Pfreimds. Die Stadt hatte danach einiges zu bewältigen, etwa den großen Stadtbrand, bei dem um 1800 genau 136 Anwesen in Flammen aufgingen.

Nach dem zweiten Weltkrieg ging es in Pfreimd bergauf. Seit 1971 steht die Oberpfalzkaserne errichtet, wo heute 800 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst im Panzerbataillon 104 tun. Pfreimd habe sich sehr gut entwickelt, so Mertins. Die Ortsvorsitzende des VdK Pfreimd, Gerdi Gradl, erhielt von ihrem Kollegen aus Grünsfeld ein Gastgeschenk. Der Vorsitzende Rainer Schenk übergab er einen Geschenkkorb mit Spezialitäten aus dem Taubertal. Altbürgermeister Arnold Kimmerl übernahm die Führung der Besuchergruppe durch die Sehenswürdigkeiten, wie das Relief im Stadtratssaal, die Räume der Bibliothek und das "Dokument Pfreimd". Die Führung in Pfreimd endete in der Schmuzer-Kirche "Mariä Himmelfahrt". Den Nachmittag verbrachten die Gäste in Trausnitz. Auf der Burg hieß sie Bürgermeister Martin Schwandner, willkommen. Er stellte seine Gemeinde vor und führte anschließend die Besuchergruppe durch die Burganlage, ehe der Besuch gemütlich ausklang.

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