Die Verbindung zwischen der Stadt Pfreimd und der Ukraine hat seit der Gründung der "Aktion Tschernobyl Pfreimd" durch Dr. Josef Ziegler im Jahr 1991 Bestand. Seither brachten jährlich große Hilfskonvois vorwiegend medizinische Hilfe in das von der Reaktorkatastrophe 1986 geschundene Land. Jetzt stattete der ukrainische Konsul Dmytro Shevcherko der Hilfsorganisation einen Besuch ab, um sich über die vielen Helfer und ihre Aktionen zu informieren und sich bei ihnen für die großartige Hilfe zu bedanken.
Begleitet wurde der Diplomat von Josef Ziegler und seinen engsten Mitarbeitern. Der Delegation hatte sich auch Altlandrat Hans Schuierer angeschlossen, der als erster 1992 einen Hilfskonvoi organisiert hatte. Der erste Anlaufpunkt war das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium in Nabburg. Seit den Anfängen der Tschernobylhilfe organisierten die Schüler verschiedene Veranstaltungen, deren Erlös der Hilfsorganisation zu Gute kamen und die zu den großen Unterstützern der "Aktion Tschernobyl" zählen. Weiter ging es zu Conrad Electronic nach Wernberg-Köblitz. Der Conrad-Truck war über Jahrzehnte fester Bestandteil des Konvois. Zum Besuch des Konsuls unterstütze die "Klaus und Gertrud Conrad Stiftung" den Ankauf zweier Rettungswagen für die Ukraine mit 40 000 Euro.
Als letzte Station stand das Pfreimder Rathaus auf der Agenda. Bürgermeister Richard Tischler stellte dem Gast die Stadt vor und bat ihn, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Konsul Shevcherko betonte die große Bedeutung, die die Hilfe für sein Land hatte. "Keine zwischenstaatlichen Beziehungen sind etwas wert ohne die konkreten Taten der Menschen", sagte er.













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