08.01.2020 - 16:19 Uhr
PfreimdOberpfalz

Ein Jahr für die Geschichtsbücher

Das Jahr 2019 geht für die Feuerwehr Pfreimd in die Geschichtsbücher ein, denn mit dem Fest zum 150-jährigen Jubiläum wurde ein Jahrhundertfest auf die Beine gestellt. Daneben kam der Alltag nicht zu kurz.

Ehrungen und Ernennungen wurden bei der Pfreimder Feuerwehr vorgenommen. Dazu gratulierten der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl (Zweiter von links), Bürgermeister Richard Tischler (Zweiter von rechts), die Vorsitzenden Markus Muntanjohl (vorne, Fünfter von links) und Tobias Strehl (hinten rechts) sowie die Kommandanten Stefan Dirschwigl (vorne rechts) und Thomas Schreier (links).
von Redaktion ONETZProfil

Die Vorsitzenden Markus Muntanjohl und Tobias Strehl freuten sich, dass sie zur Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Florianssaal auch stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl, Bürgermeister Richard Tischler mit seinen Stellvertretern, Pfarrer Georg Parampilthadathil, Altbürgermeister Albert Maier und viele Stadträte begrüßen zu können.

265 Mitglieder

In ihren umfangreichen Bericht gaben die beiden Vorsitzenden einen Überblick über das Jubiläumsjahr mit seinen zahlreichen Terminen und Aktionen. Derzeit gehören 265 Mitglieder der Pfreimder Wehr an. Diese gliedern sich in 60 Aktive, 43 Passive, 15 Jugendliche, 144 Fördermitglieder sowie drei Ehrenmitglieder. Neben Sitzungen und Vorbereitungen für das Jubiläum veranstaltete man das Eixlbergfest mit der Iffelsdorfer Feuerwehr. Zahlreiche Beteiligungen an Vereinsjubiläen und Veranstaltungen in und um Pfreimd füllten rasch den Kalender der Wehrmänner. Vereinsintern war ebenfalls vieles geboten. Neben einem Kegelabend sowie einer Brauereiführung standen Entenauskarten und Bürgerfest auf dem Programm.

Eine Hitzeschlacht

Den unbestrittenen Höhepunkt des abgelaufenen Vereinsjahres bildete zweifellos das 150-jährige Gründungsfest am letzten Juniwochenende. Unter der Festleitung von Florian Reger und der Schirmherrschaft von Bürgermeister Richard Tischler und dem stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl stellten die Floriansjünger ein Fest der Superlative auf die Beine, das mehrfach in die Geschichtsbücher eingehen wird. Neben den wohl heißesten Jubiläumsfest der Stadtgeschichte waren noch der Kommersabend, die Bierprobe, das Totengedenken, der Festgottesdienst und das Dankefest zu stemmen. Den Gipfel bildete der Festzug mit 125 Vereinen durch die Landgrafenstadt mit begleitender Oldtimer-Ausstellung auf dem Marktplatz und drei durchgefeierten Nächten im großen Zelt auf dem Festplatz. Knapp 15000 Liter an Getränke flossen durch die durstigen Kehlen.

Kommandant Stefan Dirschwigl nannte in seinem Bericht 92 Einsätze. Diese gliedern sich vorwiegend in technische Hilfeleistungen, 20 Brandeinsätze sowie Amtshilfetätigkeiten. Der Kommandant erwähnte zahlreiche Übungen, Vorführungen und Besuche, beispielsweise in den Kindergärten und durch die Senioren. Insgesamt wurden 1285 Dienststunden ehrenamtlich geleistet und auch zahlreiche Leistungsabzeichen abgenommen.

Jugendwart Philipp Auer legte einen umfangreichen Rückblick auf die Nachwuchsarbeit vor. Zahlreiche Übungsstunden konnte Auer im vergangenen Jahr verzeichnen. Dabei lernten die Jugendlichen viel über technische Hilfeleistungen und Brandbekämpfung. Neben einer Funkübung im Kreisbrandmeisterbereich wurden zusammen mit der Wasserwacht die Christbäume eingesammelt. Aber auch Abzeichen wie der Wissenstest in diversen Stufen sowie die Jugendflamme wurden abgelegt. Kassier Klaus Gersing konnte einen positiven Kassenbericht geben und auf ein positives Vereinsvermögen hinweisen.

Diffizile Standortsuche

Bürgermeister Richard Tischler zeigte sich mehr als beeindruckt von den zahlreichen Aktivitäten seiner Stützpunktfeuerwehr. Er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Floriansjünger die eine enorme Bandbreite von Einsätzen zu bewältigen hatten. "Damit gibt die Feuerwehr der Bevölkerung stets das sichere Gefühl, dass sie im Unglücksfall nicht alleine ist", unterstrich das Stadtoberhaupt den hohen Stellenwert der Arbeit. Dafür könne die Feuerwehr immer mit der Unterstützung seitens der Stadt rechnen. Tischler ging auch auf die derzeitige Standortsuche für ein neues Feuerwehrgerätehaus ein. Die Situation sei bisher noch nicht zufriedenstellend. Verschiedene Standorte wurden mehrmals geprüft und von übergeordneter Stelle wieder verworfen. Aktuell laufen mit Hochdruck weitere Gespräche. Man wolle allerdings keinen Schnellschuss, sondern eine tragfähige Lösung für mehrere Jahrzehnte. Solche Entscheidungen können schon einmal länger dauern.

In der Versammlung standen noch Beförderungen an. Zu Feuerwehrmann bzw. -frau wurden Alexander Gerber sowie Mareike Betz, zu Oberfeuerwehrmännern Max Demleitner, Dennis und Tim Ponnath ernannt. Löschmeister wurde Oliver Kraus. Uwe Heim wurde für eine 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. Herbert Bruckner blickt auf 40 Jahre aktive Dienstzeit zurück.

Ehrungen:

Ehrungen bei der Feuerwehr Pfreimd

10 Jahre: Andreas Kurz, Andreas Weiß, Florian Betz, Max Demleitner, Philipp Auer, Sven Muntanjohl, Stefan Meißner; 30 Jahre: Josef Pröls, Markus Ries; 40 Jahre: Ernst Wirner, Hans-Peter-Zeitler; 50 Jahre: Josef Bartmann; 60 Jahre: Franz Ruhland. (hir)

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