Viele Zuschauer kamen am Sonntagnachmittag auf den Marktplatz in Pfreimd. Sie belagerten die aufgebauten Tribünen und das Umfeld des Podiums, um das rund einstündige Programm zu verfolgen, das der Kirwaverein eingeübt hatte. Moderiert von Christian Meier und musikalisch begleitet von den Pfreimder Kistl-Musikanten traten die 27 Kirwapaare in wechselnder Besetzung in Aktion.
Akrobatisches Schuhplatteln
Beim Baumaustanzen präsentierten sie die Tänze, die sie zusammen mit Milena Irlbacher einstudiert hatten, und ernteten dafür großen Applaus. Einen Höhepunkt stellte das phasenweise akrobatische Schuhplatteln der Kirwaburschen dar, zu dem Johannes Eger die Anleitung gegeben hatte. Dabei war auch die Frage zu klären, wer auf Carola Riedl und Thomas Schreyer als Oberkirwapaar folgen wird. Dazu kreisten drei Hüte unter den Tänzern, in denen zwei Nieten und der Haupttreffer enthalten waren. Schließlich landete der Hut, mit dem das neue Oberkirwapaar gekürt wurde, bei Anna Cistecky und Vinzenz Paulus. Sie bekamen ihre Schärpen umgelegt, freuten sich darüber und drehten gleich die erste Tanzrunde in der neuen Funktion.
Vom Marktplatz, auf dem auch Stände von Fieranten und ein kleiner Vergnügungspark für Kinder aufgebaut waren, zog das Kirwavolk mit musikalischer Begleitung zum Festzelt. Dort wurde der weitere Verlauf des Kirwa-Sonntags dann vollauf seinem Motto „Brod’ln is o’gsagt“ gerecht.
Zum Aufwärmen spielten die Kistl-Musikanten, bevor die „Hundskrippln“ aus dem Altmühltal das Zepter übernahmen. In ihrem ganz eigenen Stil, den sie selber als „Rock ’n’ Blow“ bezeichnen, brachten sie mit ihren Liedtexten in bayerischer Mundart das Publikum zum Brodeln. Das vollbesetzte Zelt tobte und ließ die Band, deren Posaunisten sich zwischendurch auch unter die Kirwapaare mischten, erst nach mehreren Zugaben gehen.
"Bauwong-Party"
Die Zeit bis zum nächsten Live-Act überbrückte der Kirwaverein mit Tanzaufführungen, wofür es von den Hunderten von Besuchern frenetischen Beifall gab. Als dann die "Los Brudalos" an der Reihe waren, gab es vor allem für das junge Publikum kein Halten mehr. Besucher tanzten vor der Bühne, standen nahezu allesamt auf den Bierbänken und klatschten mit. Die Crew aus Oberbayern mit ihrer Mischung aus bayerischem Hip-Hop und Dorfjugend-Party-Musik gab den Ton an für eine ausgelassene "Bauwong-Party", die nach ihrem Erfolssong "Bauwong" benannt worden war.
Mit der Verpflichtung der "Hundskrippln" und der "Los Brudalos" landete das Organisationsteam unter der Regie von Andreas Igl einen Volltreffer. Der Kirwaverein Pfreimd mit seinen weit über 500 Mitgliedern schaffte es, sein Kirwazelt und die Bars an einem Sonntagabend bis auf den letzten Platz zu füllen.





























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