01.10.2021 - 10:41 Uhr
PfreimdOberpfalz

Nicht nur der Storch im Visier der Kameras in Pfreimd

Die Kameras auf dem Dach der Klosterkirche filmen nicht nur das Storchennest. Das sorgte nun für Ärger.

Der Kamerablick ins Storchennest auf der Klosterkirche rief nun den Landesdatenschutzbeauftragten auf den Plan.
von Richard BraunProfil

Im Pfreimder Stadtrat ist wieder ein Stück Normalität eingekehrt: Nach eineinhalb Jahren im Ausweichquartier kleine Schulturnhalle tagt das Gremium wieder im angestammten Sitzungssaal. Dort kam ein heikles Thema zur Sprache: Wie Bürgermeister Richard Tischler informierte, habe die Einstellung der beiden Kameras auf dem Dach der Klosterkirche zu einer Beschwerde beim Landesdatenschutzbeauftragten geführt.

Ein Bürger hat sich laut Tischler darüber beschwert, dass sein Haus deutlich von den Kameras erfasst und erkennbar ist. Man könne auch erkennen, wer das Haus betritt oder es verlässt. In der Konsequenz führte das dazu, dass die beiden Kameras nicht mehr in der jetzigen Einstellung betrieben werden konnten. In der Zwischenzeit wurde eine Kamera völlig abgeschaltet, bei der anderen wurde der Bildausschnitt so verändert, dass das betreffende Haus nicht mehr zu sehen ist.

Ladesäule wird ersetzt

Ein Blick auf die E-Ladesäule: Die Stadt erhielt vom Bayernwerk die Mitteilung, dass an der Ladesäule im ersten Halbjahr 41 Ladevorgänge unterschiedlicher Dauer verzeichnet worden sind. Die Stadt erhält dafür eine Vergütung von 53,18 Euro. Die Ladesäule wird demnächst vom Betreiber durch eine neue ersetzt. Diese kann von einem deutlich größeren Kundenkreis genutzt werden und rechnet detailliert nach geladenen Kilowattstunden ab.

Weiterhin teilte Bürgermeister Richard Tischler mit, dass am Kalvarienberg die Bauarbeiten für den Breitbandausbau begonnen haben. Der Ausbau ist in sechs Ringe mit unterschiedlicher Priorität eingeteilt. Des Weiteren erhält die Stadt aus dem „Digitalpakt“ eine Förderung von 148 825 Euro. Weitere 50 000 Euro bekommt die Stadt als Zuschuss aus der Gigabit-Richtlinie.

Wie der Bürgermeister weiter ausführte, hat sich der Verein „Museumsfreunde Pfreimd e.V.“ gegründet. Er versteht sich als klassischer Förderverein, der das Museum im laufenden Betrieb sowie durch Geldzuwendungen unterstützt. Das Museum soll nächstes Jahr eröffnet werden. Ebenfalls im nächster Jahr finden die Feierlichkeiten zur 650-Jahrfeier der Stadterhebung von Pfreimd statt. Dazu wurde bereits ein umfangreiches Programm erstellt. Bei der nächsten Vereinsvorständesitzung will Bürgermeister Tischler abklären, in wieweit die Vereine in die Feierlichkeiten eingebunden werden können. Außerdem soll der Sachstand zum Weihnachtsmarkt besprochen werden.

Nun auch "Buchkindergarten"

Neben dem Gütesiegel „Naturparkkindergarten“ erhielt der Kindergarten St. Martin jetzt auch noch das Siegel „Buchkindergarten“. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Bibliothekenverbund würdigen damit Kindergärten, die sich in herausragender Weise in der frühkindlichen Leseförderung engagieren.

Auf Anregung der Stadträte Norbert Auer und Mirco Hägler hat der Stadtrat 600 Euro vom Sitzungsgeld an die Aktion „Deutschland hilft“ gespendet. Diese Flutopferhilfe wurde aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters um weitere 600 Euro aufgestockt.

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