Kaum waren die letzten Überbleibsel der großen Faschingsfete vom Vortag beseitigt, kündigten Käfige und Steigen das nächste Event am Marktplatz an. Bereits um sieben Uhr waren die ersten angereist, um ja den besten Standplatz für ihre Tiere zu finden. Erfahrungsgemäß werden mit dem beginnenden Frühjahr die besten Geschäfte gemacht.
Aber nicht jeder konnte so einfach einen Käfig mit Tieren hinstellen und die Tiere zum Kauf anbieten. Zuerst mussten die tierseuchen- sowie die tierschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Vielen Züchtern steckt der Schrecken der Vogelgrippe der Vorjahre noch in tief den Köpfen. Die Vielfalt der Tiere, die angeboten wurden, suchte ihres Gleichen. Vom Kanarienvogel über den Wellensittich und der Wachtel bis hin zu den Tauben, Hühnern, Enten und Gänsen war alles zu finden. Auch Hasen in den verschiedenen Größen und Rassen versteckten sich unter dem Heu in ihren Käfigen. Viele Besucher wollten die ausgestellten Tiere nur bewundern, oder einmal streicheln.
Der Aschermittwoch-Markt in Pfreimd gehört zu den größten in Bayern. Seit 1883 treffen sich Züchter aus nah und fern, um ihre Tiere anzubieten. Da wird gefeilscht und um jedes Zehnerl gehandelt, bis ein Handschlag den Kauf endgültig besiegelt. Aber nicht nur Tiere wechselten ihre Besitzer, auch die Futtermittelhändler kamen auf ihre Kosten. Daneben wurden Vogelhäuschen, Besen oder Rechen angeboten. Für eine kleine Brotzeit gab es Fischsemmeln oder geräucherte Forellen. Der sonst übliche Bratwurststand hatte am Aschermittwoch keinen Platz.
Ein plötzlich einsetzender Schneeschauer hielt nur wenige vom Besuch des Marktes ab. Nach den rückläufigen Besucherzahlen der Vorjahre, konnte der diesjährige Aschermittwochs-Taubenmarkt wieder an die Größe früherer Zeiten anknüpfen.















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