Nach der Schwarzach jetzt die Pfreimd: Der Zangensteiner Fotograf Josef Merkl hat in einem zweiten Bildband den Fluss und die umliegenden Landschaften porträtiert. Nahe der Mündung des Flusses in Pfreimd, im Bürgersaal des Schlosses, stellte er am Samstag sein Werk mit einer Bilderschau vor. Knapp hundert Gäste, darunter Bürgermeister Jiří Kadera aus der Pfreimder Partnerstadt Přimda, ließen sich von den Bildern beeindrucken.
„Seit 2017 habe ich an der Pfreimd fotografiert“, sagte Merkl gegenüber Oberpfalz-Medien. Aus tausenden Bildern (Merkl: „Ein paar gute waren dabei“) hat er mehr als 330 für das Buch ausgewählt. Geplant war eine Bilderschau, während der Pandemie wurde daraus ein Buchprojekt, das nun wie schon sein Buch über die Schwarzach mit dem Regionalverlag Bodner (Pressath) verwirklicht wurde. Den Zott- und den Kainzbach, die in die Pfreimd münden, habe er während seiner Exkursionen entlang des Flusses erst kennengelernt, im Grenzgebiet verlassene Dörfer und Friedhöfe und ihre Geschichte entdeckt.
"Alles fließt" – das Philosophenwort bezog Altbürgermeister Arnold Kimmerl auf den Fluss, der in Böhmen bei Přimda mit dem Katharinenbach eine seiner Quellen hat und in Pfreimd in die Naab mündet. Die Pfreimd stehe auch für die vielfältigen Verbindungen zwischen Bayern und Böhmen, für das Schicksal der Menschen einer Region, die jahrhundertelang am und vom Fluss lebten, und jetzt nach Jahrzehnten der Trennung wieder verbunden sind.
In seiner Bilderschau nahm Merkl die Gäste mit von Tachau über Přimda, über Leuchtenberg und Trausnitz nach Pfreimd, entlang des knapp 100 Kilometer langen Flusses, der von großen Stauseen und vielen Schleif- und Hammermühlen ebenso geprägt ist wie von Mäandern durch ursprünglicher Natur. Eine Landschaft, so Merkl, "die einen nicht anspringt, aber es lohnt sich sehr, sie zu entdecken." Bürgermeister Richard Tischler als Gastgeber zeigte sich erfreut, dass die Stadt und der gleichnamige Fluss in Buchform ins rechte Licht gerückt wurden.
"Die Pfreimd" (200 Seiten, 337 Bilder); Fotos und Text von Josef Merkl, 34 Euro. Erhältlich beim Autor (Telefon: 01577 399 5479, E-Mail: lichtzeichen[at]email[dot]de; www.josefm.de)













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