Pfreimd
22.05.2022 - 10:00 Uhr

Pfreimd erfüllt sich Traum: Museum eröffnet

Seit Samstag ist die Stadt Pfreimd um einen Schatz reicher: Das Museum öffnete seine Türen. In den Erdgeschossräumen des Bürgerhauses wird Pfreimder Geschichte lebendig.

Ausstellungsgestalter Wolfgang Engel führte die Gäste durch das Museum. Bild: bnr
Ausstellungsgestalter Wolfgang Engel führte die Gäste durch das Museum.

Wie haben die Menschen in alten Zeiten in Pfreimd gelebt? Das ist künftig im neuen Museum der Stadt zu sehen – und nicht nur das. Interaktive Elemente sollen die Geschichte anschaulich und erlebbar machen.

Einen festlichen Rahmen wählte die Stadt Pfreimd für die feierliche Eröffnung ihres Museums am Samstag. Im Bürgersaal, der „guten Stube“ der Stadt, konnte Bürgermeister Richard Tischler eine lange Reihe von Gästen begrüßen, die sich um die Verwirklichung des Museums verdient gemacht haben.

Lange gehegter Wunsch

Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Joachim Markert aus der Partnerstadt Grünsfeld und Bürgermeister Anton Kappl aus Leuchtenberg. Beide Orte sind mit Pfreimd geschichtlich eng verbunden. „Heute ist ein Tag zum Feiern“, freute sich Bürgermeister über die Erfüllung des lange gehegten Wunsches nach einem eigenen Museum. „Ohne den Rückhalt im Stadtrat würde es das Museum nicht geben“, dankte Bürgermeister Tischler den Räten der Stadt für die ständige Unterstützung. Der größte Dank galt allerdings Carola Reul, die als Museumsleiterin die größte Last der Arbeit tragen musste.

Den Dankesworten des Bürgermeisters schloss sich auch Carola Reul an, deren Liste der Gönner und Unterstützer eine schier unendliche Zahl von Namen enthielt. Besonders hob sie dabei die Unterstützung des Kreisheimatpflegers Kurt Engelhard hervor, der ihr als Fachmann immer zur Seite stand und selbst unermüdlich bei der Vorbereitung tätig war. In finanzieller Hinsicht hat Anita Elsner von der Landestelle für nichtstaatliche Museen wertvolle Hilfe geleistet. Der Dank der Museumsleiterin galt außerdem den Pfreimder Bürgern, die dem Museum viele Exponate zur Verfügung gestellt haben.

Konzept: Nicht nur schauen

Die Ausrichtung eines Museums kann in viele Richtungen angelegt sein. Für das Museum Pfreimd hat Museumsfachmann Dr. Josef Paukner ein Konzept entwickelt, das nicht bloßes Anschauen zum Ziel hat, sondern für den Besucher Pfreimder Geschichte erlebbar macht und ihn zum Mitmachen animiert. „Ein gutes Museum ist keine Schatzkammer, in der Pretiosen gehortet werden, sondern ein Ort gemeinsamer Betrachtung und Diskussion“, so Paukner.

„Das Museum ist erst auf die Welt gekommen. Jetzt muss es Laufen lernen und erwachsen werden. Dafür ist die Mithilfe aller Pfreimder Bürger notwendig“, bat er um die weitere Unterstützung für das Museum im Bürgerhaus. Die Feierlichkeit wurde von Florian Klein auf dem Piano musikalisch begleitet. Nach dem offiziellen Festakt im Bürgersaal erteilten Pfarrerin Barbara Hofmann und Pater Georg Parampilthadathil dem Museum den kirchlichen Segen. Im Anschluss führte der Ausstellungsgestalter Wolfgang Engel die Gäste durch das Museum.

Hintergrund:

Konzept

  • Entwicklung: Museumsfachmann Dr. Josef Paukner
  • Zweck: Grundlinien der Geschichte der Stadt Pfreimd erschließen und für die Bürger der Stadt, besonders auch Kinder und Jugendliche, anschaulich und verständlich machen
  • Zu sehen: So haben die Menschen früher in Pfreimd gelebt
  • Hilfsmittel: audiovisuelle und interaktive Medien
  • Im Vordergrund: der gestaltete dreidimensionale Raum und die Objekte aus alter Zeit
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