Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege hat den Erich-Schosser-Preis 2026 an Richard Tischler, Bürgermeister der Stadt Pfreimd, verliehen. Mit der Auszeichnung ehrt der Landesverein laut Pressemitteilung einen Kommunalpolitiker, der sich in besonderer Weise um die Baukultur und Denkmalpflege verdient gemacht hat. Die Verleihung fand am 25. März in der Thurauer Mühle in Schönthal statt.
Tischler habe sich als Bürgermeister der Stadt Pfreimd in besonderer Weise für den Erhalt und die Weiterentwicklung historischer Bausubstanz eingesetzt, heißt es zur Begründung. Unter seiner Führung habe die Stadt mehrere leerstehende denkmalgeschützte Gebäude erworben, voruntersucht und so für private Käufer vorbereitet. "So entstanden verlässliche Rahmenbedingungen, die maßgeblich zur erfolgreichen Wiederbelebung historischer Gebäude beigetragen haben", argumentiert der Landesverein. Gleichzeitig seien gefährdete Objekte im städtischen Eigentum gesichert, saniert und einer neuen Nutzung zugeführt worden.
Lob für Haas-Haus
Ein herausragendes Beispiel ist laut Pressemitteilung die Sanierung des sogenannten „Haas-Hauses“, das heute einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Altstadt leiste. Auch mit einem kommunalen Förderprogramm zur Unterstützung privater Sanierungsmaßnahmen sowie einer praxisnahen Gestaltungsfibel habe Tischler wichtige Impulse für die denkmalgerechte Entwicklung der Altstadt gesetzt.
"Darüber hinaus engagiert sich die Stadt Pfreimd unter seiner Leitung auch für die Erforschung und Sicherung von Bodendenkmälern", so die Informationen des Landesvereins. "Archäologische Untersuchungen, unter anderem an einer frühmittelalterlichen Nekropole, werden seit Jahren finanziell und organisatorisch unterstützt und haben überregionale Bedeutung erlangt."
Chance statt Hindernis
In seiner Laudatio würdigte Rudolf Neumaier, Geschäftsführer des Landesvereins, das Engagement des Preisträgers besonders: „Richard Tischler zeigt eindrucksvoll, dass sich historische Orte weiterentwickeln lassen, ohne ihr Gesicht zu verlieren – und dass Denkmalpflege kein Hindernis, sondern eine Chance für lebendige Städte ist. Richard Tischler ist damit ein Vorbild für andere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.“
Die Entscheidung für den diesjährigen Preisträger traf eine dreiköpfige Jury, bestehend aus dem niederbayerischen Bezirksheimatpfleger Clemens Knobling, Elke Wendrich vom Denkmalnetz Bayern und Vinzenz Dufter vom Landesverein. Aus einer Vielzahl qualifizierter Vorschläge fiel die Wahl auf Richard Tischler. Der Preis wird in Form des „Erich-Schosser-Ziegels“ verliehen, einem von der Münchner Künstlerin Katalina Koss geschaffenen und von der Kastulus-Bader-Stiftung gestifteten Unikat.
Der Preis erinnert an den CSU-Politiker Erich Schosser (1924 bis 2013), der als Mitglied des Bayerischen Landtags maßgeblich am Zustandekommen des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes von 1973 beteiligt war. Mit dem nach ihm benannten Preis würdigt der Landesverein jährlich herausragendes kommunalpolitisches Engagement in diesem Bereich.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.













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