Peer Papenbroock tritt die Nachfolge von Oberstleutnant Stefan Reiße an, der nach zweieinhalb Jahren nach Gelsdorf bei Bonn wechselt. Reiße übernimmt hier eine Führungsaufgabe im Counter IED (Improvised Explosive Device). Er freut sich darauf, ist er dann doch auch wieder näher bei seiner Familie. "Doch wenn man geht, bleibt immer auch ein Stück zurück". Reiße hat "die Region lieb gewonnen und "die Mitarbeiter schätzen gelernt". Das Panzerbataillon 104 zeichne sich durch hervorragende Einsatzbereitschaft aus.
Der Brigadekommandeur übergibt das Kommando am 27. Juni an Oberstleutnant Peer Papenbroock. Der 40-jährige, geboren in der Altmark, ist derzeit Referent im Bundesverteidigungsministerium in Bonn. Sein Sachgebiet: "Konzeptionelle Grundsatzangelegenheiten." Im Klartext: Er beobachtet die weltpolitischen Entwicklungen und zieht daraus Schlüsse, wie die Bundeswehr in zehn bis 15 Jahren aussehen könnte. "Konzeption und Zielbildung" nennt sich das in der Bundeswehrsprache.
Papenbroock hat aber seine Berufsentscheidung schon daran festgemacht, dass er "führen und ausbilden" möchte. Er schätzt es, dass ihm der Wechsel zwischen der klassischen Schreibtischtätigkeit und Führungspositionen in der Truppe möglich ist. Seine Vita ist interessant: An der Uni der Bundeswehr in München hat er Geodäsie und Geoinformation (Vermessungswesen) studiert. Dann eine Karriere bei der Bundeswehr, Auslandseinsätze in Afghanistan und im Kosovo. Dazwischen machte er noch seinen "Master of Arts" am King's College in London.
"Man muss sich regelmäßig neue Impulse suchen", meint der ledige 40-Jährige. Die Oberpfalzkaserne hat er schon während seines Studiums einmal besucht. Er freut sich auf Pfreimd. "Eine schöne Gegend", meint er. Hier möchte er auch in den nächsten drei Jahren seinen Wohnsitz haben. Am Wochenende wird er noch hin und wieder pendeln. Papenbroock ist Jäger und muss sich um sein Revier kümmern. In der Oberpfalzkaserne steht dann im nächsten Jahr unter seiner Leitung der Litauen-Einsatz an.













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