Pfreimd
11.12.2023 - 12:08 Uhr

Renovierungsarbeiten in der Klosterkirche abgeschlossen

Die Arbeiten dauerten ein Jahr, nun erstrahlt die Klosterkirche in Pfreimd wieder in altem Glanz. Bei acht Abendmessen zwischen den ersten beiden Adventssonntagen können sich die Besucher selber ein Bild davon machen.

Zum Abschluss der Marienoktav feierte die katholische Pfarrgemeinde Pfreimd die Wiedereröffnung der frisch renovierten Klosterkirche. Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte den Festgottesdienst und äußerte in seiner Predigt die Hoffnung, „dass sich die Kirche auch innerlich erneuern wird“.

Eigentümer der Klosterkirche ist der Freistaat Bayern, der das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach mit den Renovierungsarbeiten beauftragte. Bauleiterin Lydia Zahner erinnerte beim Empfang am Sonntag im Pfarrheim an eine zehnjährige Vorlaufzeit bis zur Freigabe der Gelder. 300.000 Euro investierte der Freistaat in die Restaurierung der Deckengemälde und die Reinigung der Altarbilder, der Figuren und der Wände. Auch der Putz und der Sockel waren abgebröckelt.

„Wir hatten zuverlässige Firmen und einen guten Restaurator“, versicherte Lydia Zahner. Deshalb habe man den Zeitplan von einem Jahr einhalten können. Auch die Leiterin „Hochbau“ am Staatlichen Bauamt, Elisabeth Bücherl-Beer, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis.

In acht Abendmessen zwischen dem ersten und dem zweiten Adventssonntag konnten sich die Besucher vom neuen Glanz der Barockkirche überzeugen. Georg Praun, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Dürnsricht-Wolfring-Högling, hielt einen der Gottesdienste und erinnerte in seiner Predigt an die Eroberung Mexikos durch die Spanier vor 500 Jahren und die damaligen Marienerscheinungen, die bewirkt hätten, "dass das Land die Kolonialzeit überstanden hat und katholisch geworden ist".

Den Abschlussgottesdienst am Sonntag zelebrierte Weihbischof Reinhard Pappenberger zusammen mit Ruhestandspfarrer Josef Most sowie den Patres Georg und Josef, mitgestaltet vom Kirchenchor unter der Leitung von Tobias Weber. Die Geistlichen zogen gemeinsam mit den Fahnenabordnungen der katholischen Verbände Kolping, Frauenbund und Marianische Männerkongregation sowie den Ministranten in das voll besetzte Gotteshaus ein. In seiner Predigt machte der Bischof den Gläubigen Mut in diesen schwierigen Zeiten und warb um Gottvertrauen. Sie wie es Maria, die Gottesmutter, gehabt habe, "die als einzige um ihres Dienstes willen unbescholten geblieben ist“.

Kirchenpfleger Hermann Gebhard erinnerte an die wechselhafte Geschichte der 1594 eingeweihten Klosterkirche, die während des Dreißigjährigen Krieges zweimal zerstört und während der Säkularisation geplündert worden sei. König Ludwig I. von Bayern erlaubte 1831 den Franziskanern die Rückkehr ins Pfreimder Kloster. 1995 fand auch diese Geschichte ein Ende. Heute beherbergt die Klosteranlage Wohnungen für die Geistlichen und zwei Ordensschwestern und bietet Platz für einen Kindergarten mit Krippe und eine Heilpädagogische Tagesstätte.

Hintergrund:

Geschichte des Klosters und der Klosterkirche Pfreimd

  • Eröffnung: Einweihung der Klosterkirche im Jahre 1594
  • Schicksal: Zweimal zerstört während des Dreißigjährigen Krieges und geplündert während der Säkularisation.
  • Klosteranlagen: Fertigstellung und Einzug der Franziskaner 1599, Auszug des Ordens 1995. Seitdem Herberge für Wohnungen und Einrichtungen zur Kinderbetreuung.
  • Klosterkirche: Wiedereröffnung nach einjähriger Renovierungsarbeit im Rahmen einer Marienoktav.
 
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