Die Kirche in Söllitz konnte die vielen Trauergäste, die zum Requiem für Georg Schwarzbauer gekommen waren, nicht fassen. Pfarrer Hans Spitzhirn zelebrierte den Gottesdienst und skizzierte den Lebensweg des Verstorbenen. Franz Haider umriss stellvertretend für die Dorfgemeinschaft und die Vereine, was ihnen „Gegs“ – so sein Spitzname – bedeutet hat.
Georg Schwarzbauer, in Pfreimd geboren, zog es der Liebe wegen nach Weihern. Der gelernte Elektriker und Installateur baute mit seiner Frau Grete ein Haus, hier wuchsen die beiden Söhne auf. Neben dem Familienleben lag „Gegs“ die Dorfgemeinschaft am Herzen.
Guter Organisator
Schwarzbauer konnte organisieren, Menschen für seine Vorhaben begeistern, motivieren. Er gründete 1983 die DJK Weihern-Stein mit, war über zehn Jahre Abteilungsleiter und später maßgeblich an der Fusion mit dem FC Wernberg, also der Spielergemeinschaft Wernberg/Weihern, beteiligt.
Als gedienter Soldat und Reservist war Georg Schwarzbauer bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Weihern-Stein, die ihn 2014 zum Ehrenmitglied ernannte. Bei der Wiederaufnahme des Chores des Männergesangvereins im Jahr 1973 engagierte er sich als zweiter Tenor bis zu seinem Ausscheiden 1990 als aktiver Sänger. Georg Schwarzbauer mochte Gemütlichkeit und Geselligkeit, hatte sich selbst das Akkordeonspielen beigebracht.
"Sein" Verein: Die Hobby-Rancher
Sein Hauptverein war aber der Gartenbauverein „Hobby-Rancher“, den er 21 Jahre leitete. 1991 rief er das „Brunnenfest“ ins Leben, das bis heute mit dem angebotenen „Krautfleisch mit Dotsch“ ein Besuchermagnet ist. Georg Schwarzbauer pflegte außerdem die Marterln und Flurkreuze in und um Weihern, organisierte Obstbaumschnittkurse und Vorträge, schaffte für die Mitglieder entsprechendes Gerät für Haus und Garten zum Ausleihen an.
Der Verstorbene „war ein Mann, der sich für alles interessierte“, betonte Franz Haider. Er erinnerte an ein Bürgerfest in Pfreimd, wo Schwarzbauer als Organisator den Einzug der Weiherner Vereine mit Traktor, Musikkapelle und Pferdegespann auf die Beine stellte. „Als es dann mit dem Vereinsleben etwas ruhiger wurde, kam der Bastl-Wastl in ihm durch“, so Franz Haider über Schwarzbauers handwerkliches Talent. „Er zauberte wahre Kunstwerke an Vogelhäuschen und Vogelhotels.“
Als äußeres Zeichen des Dankes und der Erinnerung legte die Dorfgemeinschaft am Urnengrab in Weihern Blumen nieder.














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