12.06.2019 - 10:06 Uhr
PfreimdOberpfalz

Auf dem Weg zur Naturpark-Kita

Die Verwaltungsgemeinschaft Pfreimd nimmt mit einer naturnahen, vorschulischen Ausbildung eine Vorreiterrolle ein. Als zweiter Kindergarten im Landkreis strebt St. Martin die Zertifizierung als "Naturpark-Kita" an.

Bürgermeister Richard Tischler, Kindergartenleiterin Gabi Schönberger und der Vorsitzende des Naturparks Oberpfälzer Wald, Landrat Thomas Ebeling (von links), unterzeichneten den Kooperationsvertrag.
von Richard BraunProfil

In keiner anderen Phase seines Lebens entwickelt sich der Mensch so schnell wie in den ersten Jahren. In dieser Zeit lernen Kinder verstärkt über das selbstständige Erleben wie Anfassen, Schmecken, Ausprobieren. Naturparke bieten durch ihre naturräumliche Vielfalt, ihr breites Aufgabenspektrum und ihr Partner-Netzwerk einen attraktiven Erfahrungs- und Bildungsort für Kindergärten. Dieses Potenzial noch intensiver zu nutzen, haben sich die Kindergärten in der Verwaltungsgemeinschaft Pfreimd zum Ziel gesetzt.

"Begrüße Kooperation"

Viele Themen zu Natur und Landschaft, regionaler Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft werden auch heute schon in den Kindergärten behandelt und an Projekttagen dargestellt. Durch die Kooperation mit dem Verein Naturpark Oberpfälzer Wald soll diese Zusammenarbeit auf eine noch breitere Basis gestellt werden.

"Wir begrüßen es sehr, eine Kooperation mit dem Kindergarten St Martin in Pfreimd einzugehen", freute sich Landrat Thomas Ebeling als Vorsitzender des Vereins Naturpark Oberpfälzer Wald. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist Voraussetzung, um als "Naturpark-Kita" zertifiziert zu werden. Die Kinder lernen mit externen Partnern aus Natur und Kultur ihre Heimat und ihren Naturpark besser kennen und schätzen. Im Mittelpunkt steht dabei die bewusste Auseinandersetzung mit der Natur sowie die Sensibilisierung für natürliche Kreisläufe im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Naturnahe Themen und der Aufenthalt in der Natur sind für den Kindergarten St. Martin kein Neuland. Schon jetzt sind Leiterin Gabi Schönberger und ihr Team mit den Kindern viel in der Natur unterwegs und sie setzen sich intensiv mit den verschiedensten Themen auseinander. Gerade die jetzige Holunderzeit bietet viele Möglichkeiten, die "Hausapotheke des kleinen Mannes" besser kennen zu lernen.

Mit Kücheln und Sirup

Mit Hollerkücheln und Hollersirup wurden die Gäste am Tag der Vertragsunterzeichnung bewirtet. Auch eine Spitzwegerich-Salbe haben die Kinder bereits hergestellt. Neben Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Richard Tischler konnten sich Naturparkgeschäftsführer Christian Meyer und Gebietsbetreuerin Birgitt Simmeth vom naturnahem Konzept des Kindergartens überzeugen.

Als nächste Projekt-Ideen steht das Erkunden einer Streuobstwiese mit Apfelernte und Saftherstellung auf dem Plan. Auch an eine externe Projektpartnerschaft mit dem Forstamt, Handwerkern, Künstlern, Landwirten und Vereinen ist angedacht.

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