19.03.2019 - 15:39 Uhr
PfreimdOberpfalz

Das Wohl der Bedürftigen im Auge

Seit ihrer Gründung vor 100 Jahren kümmert sich die Arbeiterwohlfahrt um sozial schlechter gestellte Menschen. In der Jahreshauptversammlung des AWO Ortsvereins wird deutlich, dass diese Aufgaben nicht weniger werden.

Der AWO-Ortsverein Pfreimd konnte langjährige Mitglieder auszeichnen. Dazu gratulierten Ehrenbürger Georg Pfannenstein (rechts), Bürgermeister Richard Tischler (Dritter von rechts), Vorsitzende Brigitte Meja (Vierte von rechts), Kreisvorsitzende Ulrike Roidl (Dritte von links) und Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl (Zweiter von links)..
von Richard BraunProfil

Als Marie Juchacz im Jahr 1919 die Arbeiterwohlfahrt als Hauptausschuss in der SPD ins Leben rief, waren die Bedürfnisse der Menschen sicherlich von anderer Art als heute. Doch damals wie heute brauchen die sozial Schwächeren ein Sprachrohr, das sich für sie einsetzt und zusätzlich tätige Hilfe anbietet. Im Ortsverein Pfreimd wird diese Aufgabe mit großem Engagement gelebt, wie der sehr gute Besuch der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Wilder Mann" zeigte.

Derzeit 99 Mitglieder

In ihrem Rechenschaftsbericht ging die Vorsitzende Brigitte Meja auf die drei Schwerpunkte ein, welche die Arbeit im zurückliegenden Jahr bestimmten. Diese lagen in der Seniorenbetreuung, der Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfe. Die geselligen Veranstaltungen, wie das 14-tägige Treffen, die Fahrt ins Blaue oder Feiern zum Muttertag oder Vatertag wurden von den Mitgliedern gerne angenommen. Auch Besuche und Veranstaltungen im Seniorenheim standen im Programm.

Brigitte Maja bedauerte, dass die Mitgliederzahl rückläufig ist. Derzeit gehören noch 99 Mitglieder zum Ortsverein. "Junge Leute zeigen wenig Interesse an einer Mitgliedschaft," musste die Vorsitzende eingestehen. Eine Sonderstellung des Ortsvereins ist durch die Trägerschaft über die Sozialpädagogische Tagesstätte (SPT) in Pfreimd gegeben. Hierin werden zehn Kinder und Jugendliche aus einem schwierigen, familiären Umfeld teilstationär betreut. Ehrenamtlicher Geschäftsführer dieser Einrichtung ist seit deren Gründung vor zwölf Jahren der Ehrenbürger der Stadt Pfreimd, Georg Pfannenstein.

In einem kurzen Rückblick ging Georg Pfannenstein auf diese Einrichtung ein, die auf seine Initiative hin entstanden ist. Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich die SPT in Pfreimd gut entwickelt. Erst im vergangenen Jahr wurde die Einrichtung zur Heilpädagogischen Tagesstätte aufgewertet. Um die Einrichtung auch künftig auf gesunde Beine zu stellen, sind Überlegungen im Gange, die SPT in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen.

Bürgermeister Richard Tischler dankte dem Ortsverein für die geleistete Arbeit. "Ihre Organisation ist unverzichtbar und ihre Hilfe von großer Bandbreite," lobte der Bürgermeister die Mitglieder. Auch die Stadt Pfreimd ist bestrebt, den Bestand der Sozialpädagogischen Tagesstätte langfristig zu sichern. An diesen Dank schloss sich auch die Kreisvorsitzende Ulrike Roidl an. "Der Ortsverein leistet tolle Arbeit, die im Stadtleben auch Anerkennung findet", freute sich Roidl. Der Kreisvorsitzenden blieb er vorbehalten, langjährige Mitglieder für ihre Treue zur Arbeiterwohlfahrt auszuzeichnen. Seit 20 Jahren gehören Heike Lettner, Gunda Seitz und Judith Stahl der AWO an. Seit 10 Jahren Mitglied sind Sieglinde Auburger, Katharina Birner, Christian Modl und Maria Ostler-Scharl.

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