18.11.2018 - 15:13 Uhr
Pfrentsch bei WaidhausOberpfalz

Bauland mit viel Grün

Neuland betrat die Marktgemeinde Waidhaus mit der Auflage zur Anlage einer Streuobstwiese. Eine Anregung aus dem Marktrat zeigte sich als „goldwert“.

Thomas Sebald (links) von der Landschaftsbaufirma Pohl & Schneider informierte Bauingenieur Dietmar Hammerl, Referatsleiter Christian Meier und Bürgermeisterin Margit Kirzinger (von rechts) zur Eingrünung.
von Josef ForsterProfil

Kräftig eingegrünt kann das neue Baugebiet dem Winter entgegensehen. Rechtzeitig vor den ersten Frost- und Schneetagen sind die Pflanzarbeiten und Ansaaten abgeschlossen. Zwischen dem Areal des Sportvereins und dem Waldrand konnte die Marktgemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft zu den neuen Bauplätzen einen Acker als Ausgleichsfläche erwerben und in eine Streuobstwiese umwandeln.

Derartiges war zunächst nicht geplant, ergab sich jedoch als Auflage aus der Beteiligung der Fachbehörden. In Windeseile glückte der Verwaltung das Umsetzen der Forderung. Im Marktrat stieß das Nachtragsangebot für die Ansaat der Wildblumenmischung jedoch auf erheblichen Widerstand - der Kosten wegen. Darin enthalten sei auch ein Einebnen der Fläche, erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Weil Georg Kleber (Pfrentscher Liste) mit einer Weitergabe des Auftrags an einen Drittunternehmer rechnete, unterbreitete er einen Vorschlag zu einer Direktvergabe. Dabei erhielt er von Ewald Zetzl und Stefan Harrer (beide CSU) sofort Unterstützung. "So eine Blumenwiese ist nicht einfach zu machen. Das haben wir schon öfter gesehen. Deshalb fiel die Entscheidung für eine Fachfirma", hielt jedoch die Bürgermeisterin dagegen. Geschäftsführerin Kerstin Wilka-Dierl ergänzte: "Da kommen Saatmaschinen zum Einsatz, die das Saatgut sorgfältig und gleichmäßig ausbringen." Als auch Gabi Wolf (CSU) sich für das Einholen einer Zweitmeinung beim Maschinenring Neustadt aussprach, lenkten die Gegner ein. Ein einstimmiger Beschluss fand sich zudem, nachdem darin eine Vergabe an den günstigeren Anbieter einfloss.

Nun zeigte sich, dass die Markträte einen "guten Riecher" hatten. Auf 1035 Euro lautete die Rechnung des Maschinenrings, während das Nachtragsangebot 3250,41 Euro auswies. Über den Preisunterschied von 2215 Euro informierte die Bürgermeisterin den Marktrat in der Novembersitzung. Auf der Streuobstwiese stehen nun 21 Obstbäume, welche sich streng nach den Vorgaben auf 13 Apfelbäume in fünf verschiedenen Sorten und vier Birnenbäume in zwei verschiedenen Sorten sowie zwei Kirsch- und zwei Zwetschgenbäume unterteilen.

Auch für das Baugebiet "Pfrentsch II" gab es Auflagen. Die Landschaftsbaufirma Pohl & Schneider aus Cham pflanzte entlang der Erschließungsstraße neun Stück Hochstämme Spitzahorn und im Grünstreifen 600 Sträucher und Heister. Dafür durften ausschließlich Vogelkirsche, Wildbirne, Vogelbeere, Gemeiner Hasel, ein- und zweigriffeliger Weißdorn, schwarze Heckenkirsche, Gebirgsrose, Salweide und schwarzer Holunder zum Zuge kommen. Für die Bauplätze verlangt der Markt 34 Euro/Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten. Es handelt sich um ein allgemeines Wohngebiet, in dem offene Bauweise für Einzel- und Doppelhäuser erlaubt wird. Eine Doppelhaushälfte muss nicht durch eine Grundstücksgrenze getrennt sein.

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