Mit einem „Gott sei Dank können wir wieder“, hieß Ausstellungsleiter Alfred Sauer ein volles Haus im Waidhauser Kleintierzuchtzentrum willkommen. Dem Ortsvorsitzenden fiel eine große Last vom Herzen. Hinter dem großen Kleintierzuchtverein lagen erneut Wochen voller Bangen und Hoffen.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war nicht angereist. Die Zusage als Schirmherr gründete noch in Zeiten vor den Bundestagswahlen. Auf eine finanzielle Unterstützung des stellvertretenden Ministerpräsidenten hoffen die Kleintierzüchter trotzdem noch. Für die Ausstellungen übernahm letztlich Bürgermeister Markus Bauriedl die offizielle Eröffnung und lieferte dabei auch gleich seinen Obolus als Ehrenschirmherr ab. Vor ihm stand eine lange Reihe namhafter und teils weitgereister Ehrengäste mit Grußworten. Gewidmet war das Wochenende dem Landesjugendleiter Josef Michels, der kürzlich unerwartet verstarb. Knapp 1000 Tiere der Gattung Geflügel vereinigte die Kombi-Ausstellung aus bayerischer Zuchtbuch- und Jugendschau.
Der Präsidenten des Bundesverbandes, Christof Güntzel, setzte sich in seiner Laudatio in die Nesseln, als er gestand, „gerne in Franken zu sein“. Mehrere Nachredner brachten dem Sachsen daraufhin die Unterschiede zwischen der Oberpfalz und Franken näher. Die von ihm gleichfalls aufgeworfene „Liebe und Herzblut“ bei der Zucht erntete dagegen breite Unterstützung. „Das ist wirklich eine schöne Schau geworden“, lobte die stellvertretende bayerische Vorsitzende Hutler „die unterschiedliche Palette mit breiter Rassenvielfalt“. Auch wenn die Meldezahlen weit hinter den Erwartungen geblieben wären.
Die vielen Besucher am Samstag und Sonntag durften sich darüber hinaus erstmals an einem farbigen Ausstellungskatalog (Layout und Inhalte: Patrick Sauer) erfreuen. Für den verstorbenen Michels übernahm der Zweite Landesjugendleiter Erwin Ebert die Präsentation der bayerischen Jugendschau. In den gezeigten 337 Tieren des Nachwuchses sah er einen „guten Beweis für den Einklang zwischen Mensch, Tier und Natur in einem lebenswerten Miteinander“.
Bezirksvorsitzender Willibald Roauer dankte den Waidhausern für die „kurzfristige Übernahme“ beider Ausstellungen: „Es ist wichtig, dass überhaupt etwas stattfindet.“ Ein Züchterabend konnte aufgrund der aktuellen Situation jedoch noch nicht stattfinden. 12 Preisrichter hatten die knapp 1000 Tiere am Donnerstag und Freitag unter die Lupe genommen und ihre Expertisen angefertigt. Diese fanden erstmals einzig in den Ausstellungskatalog Eingang.













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