19.02.2019 - 08:54 Uhr
Pfrentsch bei WaidhausOberpfalz

Waidhauser Kleintierzüchter planen satte Investition

Fast 500 Quadratmeter Grundfläche bietet die Pfreimdthalhalle als eines der größten öffentlichen Gebäude an der Grenze. Nur die Heizung lässt die Kleintierzüchter immer öfter im Stich. Dem muss nun Abhilfe geschaffen werden.

Auf der Suche nach einer Lösung sind (von links) Josef Pohl, Alfred Sauer, Annemarie Schön, Siegfried Rupp und Ewald Zetzl für die Beheizung der Pfreimdtalhalle.
von Josef ForsterProfil

Die sonnigen Tage übers Wochenende sorgten aufgrund der vielen Fenster in der Halle für etwas Wärme. Doch den Mitgliedern ist es schon seit vielen Monaten zu kalt. "Für die Ausstellungen mögen die Temperaturen ausreichen, aber richtig warm wird es hier drinnen schon lange nicht mehr", sagt zweiter Vorsitzender Ewald Zetzl.

Der Waidhauser Kleintierzuchtverein steht deshalb vor einer satten Investition. Zumal die vorhandene Heizzentrale nicht nur für die Pfreimdtalhalle mit 500 Quadratmetern zuständig ist, sondern ebenso für die beiden Nebengebäude, die erneut jeweils 11 mal 13 Meter Grundfläche haben. Im Vereinsheim und der Markthalle sollen die Gäste genauso wenig kalte Füße bekommen.

Die Waidhauser mit ihrem Sitz im Ortsteil Pfrentsch sind zwar der größte Verein im Kreisverband Weiden-Neustadt, doch das hilft den Mitgliedern bei dieser harten Nuss relativ wenig. Zetzl, der einst Bauleiter bei dem ehrgeizigen Projekt war, spricht die Thematik deshalb offen an: "Aus Kostengründen wählten wir für den Neubau im Jahr 1997 nur eine gebrauchte Anlage." Nicht nur die Leistung lasse nun zu wünschen übrig, sondern es gebe auch schon Rost. Für Tagungen mit viel Publikum tauge die Heizung nicht mehr.

Eventuell ließe sich die Schwachstelle durch ein Vorheizen über zwei oder drei Tage in den Griff bekommen, doch darin sah Zetzl keine Alternative. Schließlich handle es sich nur um eine Anlage, welche für ein Einfamilienhaus ausgelegt sei. Bürgermeisterin Margit Kirzinger hatte die Heizung einst in ihrem Wohnhaus installiert und nach dem Kauf einer neuen Anlage dem Kleintierzuchtverein zur Verfügung gestellt.

Einen Kostenvoranschlag für etwas Neues hat Zetzl bereits eingeholt. Rund 9000 Euro müsse der Verein veranschlagen und dazu jede Menge Eigenleistungen.Mit Blick auf das Vereinsvermögen hält der stellvertretende Vorsitzende diese Ausgaben allerdings für finanzierbar. Zumal er der festen Meinung ist: "Das ist das Wichtigste, was wir derzeit brauchen. Wenn uns die Heizung ausfällt, stehen wir da wie Deppen."

Freilich ist sich Zetzl bewusst, das eine Investition in dieser Größenordnung "ans Eingemachte" geht. "Ich glaube nicht, dass wir eine Wahl haben." Um die Ersparnisse nicht gänzlich zu verbrauchen, wolle er deshalb unbedingt für die nächste Ausschüttung von Spenden durch die beiden Waidhauser Bankfilialen Vorarbeit leisten. Ebenso sieht er in den Kleintiermärkten und den Ausstellungen Möglichkeiten, das "notwendige Kleingeld zu erwirtschaften".

Nicht nur der Vorstand stellte sich hinter die Maßnahme. Bei einer Mitgliederversammlung gab es am vergangenen Wochenende eine eindeutiges Signal für die Investition ohne eine einzige Gegenstimme. Die neue Anlage soll mit einer Leistungssteigerung auf mindestens 49 Kilowattstunden einhergehen: "Damit auch wirklich heiße Luft aus den Gebläsen kommt."

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