Ein neuer Helfer mit Motor

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, beschaffte sich die Wehr in Pilgramsreuth-Langentheilen ein modernes und leistungsstarkes Fahrzeug. Vor wenigen Tagen konnte es in Empfang genommen werden.

Das neue Fahrzeug ist eingetroffen. Willkommen heißen es neben der Bevölkerung Ehrenkommandant Johann Sticht (von links), Kommandant Bernhard Schultes, zweiter Kommandant Johannes Sticht, Vorsitzender Thomas Müller, zweiter Vorsitzender Klaus Übelmesser, Jugendwart Christoph Heinl, Gruppenführer Mario König, Bürgermeister Hubert Kraus, die Gemeinderäte Stefan Plannerer und Christa Bayer sowie Kreisbrandmeister Peter Prechtl.
von Werner RoblProfil

(wro) Rund 190 Stunden waren die Freiwilligen der Feuerwehr Pilgramsreuth-Langentheilen im letzten Jahr gefordert. Einer der Gründe dafür ist die unfallträchtige Staatsstraße, die nach Kemnath beziehungsweise Waldershof führt. Hinzukommen freilich auch immer wieder kleinere oder große Brandeinsätze, zu denen die Floriansjünger gerufen werden.

Das tatkräftige Bemühen, all diesen Anforderungen gerecht zu werden und auf dem technisch neuestem Stand zu bleiben, machte es notwendig, ein nagelneues Blaulicht-Fahrzeug zu bestellen, informierte Vorsitzender Thomas Müller über die rund 130 000 Euro teure Investition, die vom Feuerwehrverein und der Gemeinde Pullenreuth unterstützt, bzw. von Kreisbrandrat Andreas Wührl und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther bereits im Herbst vergangenen Jahres befürwortet wurde.

Gemeinsam war eine Feuerwehr-Abordnung aus dem Steinwald am vergangenen Montag schon um vier Uhr nach Görlitz aufgebrochen, um dort das inzwischen fertige Logistikfahrzeug abzuholen. Dabei zeigte man sich überrascht: "Wir hatten nicht vor Herbst damit gerechnet", betonte zweiter Vorsitzender Klaus Übelmesser. Mehr als 16 Stunden später umweht das Pilgramsreuther Feuerwehrhaus ein Hauch von Premierenstimmung. Nahezu der ganze Ort ist auf den Beinen, um das angekündigte Eintreffen des fertiggestellten TSF-Logistikfahrzeuges, mit dem die Pilgramsreuther und Langentheiler künftig im Einsatz sein werden, mitzuerleben. Man sei jetzt in Waldershof, informierten die Abholer vom fahrenden Konvoi aus die Wartenden - unter ihnen auch Pullenreuths Bürgermeister Hubert Kraus und Kreisbrandmeister Peter Prechtl. Nur wenige Augenblicke danach verkündeten Martinshörner das Eintreffen des neuen Blaulichtfahrzeuges und seiner Begleiter im Dorf.

Nach Rücksprache mit dem Kommandanten Bernhard Schultes handelt es sich beim "Neuen" um einen speziell angefertigten Logistik-LKW der Marke Iveco. Die Aufbauten stammen von der Görlitzer "Brandschutztechnik", das Innere wurde vom Bindlacher Partner "Ludwig Feuerschutz" eingerichtet, hieß es bei der Erstbesichtigung.

Von allen begrüßt wurde auch der auf dem Dach befestigte, hoch ausfahrbare Scheinwerfermast. Das lichtstarke Zubehör bietet ein deutliches Mehr an Sicherheit bei nächtlichen Einsätzen. Von enormer Wichtigkeit sind dabei auch die breite Laderampe am Heck und der großzügige Stauraum für die Rollcontainer. Gefordert wird das Logistikfahrzeug bei Unfällen. Ebenso soll es bei Brandeinsätzen, auch bei technischen Hilfeleistungen, wie bei einer Ölspurbeseitigung oder Wasserschäden, zudem auch für die Fahrbahnreinigung eingesetzt werden.

Ausgerüstet ist der motorisierte Helfer auch mit einer Pumpe, ausreichend Schlauchmaterial, Atemschutzausrüstungen sowie mit einer kompletten Ausrüstung für die rasche Brandbekämpfung. Dazu zählt eine ausreichende Menge an Ölbindemittel. Was noch fehlt sei in wenigen Tagen an Bord verstaut, versprach man am Pilgramsreuhter Feuerwehrhaus. Die offizielle Übergabe des neuen TSF-Logistikfahrzeuges sei aber erst für das kommende Frühjahr geplant, informierte Kommandant Schultes mit Blick auf die bevorstehende Fahrzeugsegnung.

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