06.07.2018 - 13:44 Uhr
PirkOberpfalz

60 Jahre im Weinberg des Herrn

Festgottesdienst für Ruhestandspfarrer und Ehrenbürger von Pirk, Egid Mühlbauer.

Pfarrer Egid Mühlbauer (rechts) feiert gemeinsam mit den Ruhestandsgeistlichen Johannes Schlosser (links) und Norbert Demleitner das 60-jährige Priesterjubiläum.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

(shl) "Als Bub stellte ich immer bohrende Fragen, das ist bis heute so geblieben. Ich habe die Wahrheit gesucht und sie in Christus gefunden." Das Leben zu hinterfragen, ist Pfarrer Egid Mühlbauer auch nach 60 Jahren als Priester nicht müde. Der Ruhestandsgeistliche, der viele Jahre die Pfarrei Pirk seelsorgerisch betreut hat und sogar zum Ehrenbürger von Pirk ernannte wurde, hilft auch heute noch gerne aus, wenn er gebraucht wird.

Am Sonntag stand der 86-Jährige im Mittelpunkt einer großen Feier in Wernberg-Köblitz zu seinem 60-jährigen Priesterjubiläum - gemeinsam mit Johannes Schlosser und Norbert Demleitner, die ebenfalls Jubiläum hatten. Auf einem Teppich aus Farn zog die Pfarrgemeinde in die geschmückte Kirche ein. Der emeritierte Bischof Hubert Bucher (sie kennen sich vom Studium in Regensburg) war gemeinsam mit zehn Geistlichen der Hauptzelebrant, Regionaldekan Manfred Strigl hielt die Festpredigt zum Thema "Berührt sein von der Liebe zu Gott und berührt sein von Gottes Liebe". Es brauche Menschen wie die Jubilare, die diese Botschaft vermitteln können, sagte Strigl. Im Anschlussan den Gottesdienst wurde beim Pfarrfest gemeinsam weitergefeiert.

Pfarrer i. Ruhe Egid Mühlbauer wurde 1932 in Zettisch im Landkreis Cham geboren. Seine berufliche Laufbahn führte ihn über Regensburg, Wackersdorf, Weiden, Kelheim, Rettenbach nach Pirk. Sechs Jahre lang war er bis 1966 Kaplan in St. Josef in Weiden, außerdem Religionslehrer an der Volks- und Mittelschule. 1986 übernahm er die Pfarrstelle in Pirk. Hier interessierte er sich schon früh für den Bau der Auferstehhungskirche. "Das habe ich sehr aufmerksam verfolgt", wie er gegenüber Oberpfalz-Medien sagt. Auch an die kleine Kirche St. Sebastian in Weiden habe er sein Herz verloren. Für deren Sanierung hat er einen Förderverein gegründet.

2001 trat Mühlbauer in den Ruhestand, der er in Weiden verbringt. Bis zuletzt unterrichtete er in der Fachakademie für Sozialpädagogik. "Und wenn ich heute gebraucht werde, dann springe ich gerne in den Pfarreien ein."

Bischof Hubert Bucher zelebrierte den Festgottesdienst gemeinsam mit zehn Geistlichen.

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