22.05.2019 - 14:40 Uhr
PirkOberpfalz

Gemeinde greift SpVgg Pirk finanziell unter die Arme

Durch den Wegfall des alten Sportheims und des Sportgeländes entstanden der SpVgg Pirk eine Reihe von Kosten. Fehlende Einnahmen durch Bandenwerbung und Gaststättenbetrieb werden ausgeglichen, beschloss der Gemeinderat.

von FSBProfil

Eine umfangreiche Tagesordnung bewältigte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung fast einvernehmlich und ohne große Diskussionen. Durch das Nachrücken von Gunther Häring als Gemeinderat mussten die Ausschüsse neu besetzt werden. Dabei wurde der Vorschlag der CSU-Fraktion angenommen. Häring übernimmt von seinem Vorgänger die reguläre Mitgliedschaft im Bau- und Dorferneuerungsausschuss und ist künftig der Ersatzvertreter im Rechnungsprüfungs- und im Schul- und Kindergartenausschuss sowie in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft. Dem wurde mit 12:0 zugestimmt.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat bei vier Bauanträgen, bei denen jeweils die Nachbarsunterschriften vorlagen. Er erteilte das Einvernehmen zum Antrag der Beer GbR, Pirk, auf Neubau einer 43 x 18 Meter großen landwirtschaftlichen Lagerhalle im Aussiedlerhof am Mitterweg, für den Dachausbau eines Einfamilienhauses am Rathausplatz und die Errichtung eines Carports Nähe Falkenweg.

Das Gebäude der ehemaligen Metzgerei und des Gasthofs Gmeiner in der Kirchenstraße soll auf Antrag von Josef Sechser, Altenstadt/WN, im Erdgeschoss zu drei Wohnungen umgebaut und umgenutzt werden. Das betrifft das bisherige Gastzimmer, die Küche und den Schlachtraum mit Laden. Außerdem werden sieben Stellplätze geschaffen, zwei auf einer Rampe, fünf vor dem Gebäude. In der Außenansicht verändern sich im Vergleich zu früher die Fensterfront und die Türen. Das Gremium stimmte dem Vorhaben mit 12:0 zu.

Durch den Wegfall des alten Sportheims und des Sportgeländes entstanden der SpVgg Pirk eine Reihe von Kosten, die von der Gemeinde getragen werden sollen. Ein Antrag hierzu war in der vorhergehenden Gemeinderatssitzung vertagt worden. Am 24. April fand ein Gespräch des Bürgermeisters, der Fraktionssprecher und des VG-Leiters mit der Vorstandschaft der SpVgg statt. Dabei wurde, so Bürgermeister Michael Bauer, die gut aufgeschlüsselte Kostenaufstellung, bei der alle Belege vorhanden waren, überarbeitet und problemlos nachgeprüft. Als Vergleich dienten die Werte von 2017. Die Einnahmen aus einer Après-Ski-Party wurden dabei herausgenommen und entgangene Einnahmen durch deutlich geringere Besucherzahlen bei den Heimspielen in Leuchtenberg ergänzt.

Beim Sportheim entfallen zwar die Kosten für Wareneinkauf, Versicherung, Strom, Gas, Wasser und Abwasser in Gesamthöhe von 10 715,79 Euro, doch dem stehen fehlende Bewirtungseinnahmen von 12 350,91 Euro gegenüber, was einen Fehlbetrag von 1 635,12 Euro bedeutet.

Der Fußballabteilung, die ihre Spiele auswärts austragen muss, fehlen Einnahmen aus der Bandenwerbung, dem Verkauf bei Heimspielen und der Dorfmeisterschaft. Hinzu kommen die ergänzten geringeren Eintrittsgelder bei Heimspielen (600 Euro) und die zusätzlichen Kosten für die Platzmiete in Leuchtenberg (3000 Euro). Zieht man die nicht anfallenden Aufwendungen für Markierungsfarben und für Mäharbeiten durch die Gemeinde ab, verbleibt ein Fehlbetrag von 11 775,73 Euro. Somit weist die Aufstellung für 2018 eine Summe von 13 410,85 Euro aus. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat, für 2018 eine aufgerundete Ausgleichszahlung von 13 500 Euro an den Verein zu leisten. Dieser Betrag kommt auch für 2019 am 1. März 2020 zur Auszahlung und wird auf dieser Basis anteilig für das Jahr 2020 berechnet.

Beim Wasserlieferungsvertrag mit der Steinwaldgruppe für Pirk, Ziegelhütte und Pirkmühle hat sich die Gemeinde vor gut 20 Jahren mit einer Abnahme von 100 000 Kubikmeter (+/- 15 Prozent) eingekauft. Das bedeutet, dass mindestens 85 000 Kubikmeter bezahlt werden müssen. Trotz neuer Baugebiete wurden 2018 durch sparsamen Umgang mit Wasser nur 70 000 Kubikmeter verbraucht. Daher wurde mit der Geschäftsleitung der Steinwaldgruppe in einem Abänderungsvertrag vereinbart, für die Zeit vom 1.1.2019 bis 1.12.2020 die Abnahmemenge auf 80 000 Kubikmeter (+/- 15 Prozent) zu verringern. Dieser wurde mit 12:0 befürwortet. Danach tritt diese Änderung außer Kraft, vor allem auch wegen der ungeklärten Situation bei der Muglhofer Gruppe, die östlichen Ortsteile betreffend.

Für die Neubaumaßnahme Sportpark wurden vom Kämmerer vom Rahmenversicherungspartner „Versicherungskammer Bayern“ Angebote für eine Bauleistungsversicherung bis zur Fertigstellung eingeholt. Der Antrag von Bürgermeister Bauer, beim Hochbau (Sportheim) die Versicherung bei 500 Euro Selbstbeteiligung zu 2190 Euro abzuschließen, wurde mit 11:1 befürwortet. Sein Antrag, für den Tiefbau (Außenanlagen) auf eine derartige Versicherung (5296,20 Euro bei 10 Prozent Selbstbeteiligung) zu verzichten, wurde mit 11:1 angenommen.

An der Bushaltestelle in Pirkmühle regten die Bewohner an, ein Wartehäuschen zu errichten. Im Gespräch mit der Firma erklärte diese sich bereit, dafür die Kosten bis zu 6000 Euro zu übernehmen, wenn auch eine Werbemöglichkeit angebracht werden kann. Diese Bedingung erfüllte von drei Angeboten nur jenes der Fa. „Sipirit GmbH“, der mit 12:0 der Auftrag für 5762 Euro erteilt wurde.

Dem Kirwaverein wurde mit 12:0 entsprochen, den Parkplatz am neuen Friedhof für die Pirker Kirwa (17. bis 23. Juli) nutzen zu dürfen. Der dreitägige Festbetrieb mit einem 1000-Mann-Zelt erfolgt innerhalb eines abgesperrten Bereichs und ist bei einer Beerdigung oder Aussegnung einzustellen. Etwaige entstandene Schäden sind zu ersetzen.

Dem ohne Gegenstimmen zusätzlich in die Tagesordnung aufgenommenen Wartungsvertrag der „Bayerischen Sportstätten GmbH“ für die Sportgeräte in der Josef-Faltenbacher-Turnhalle mit Kosten von 98 Euro wurde mit 12:0 zugestimmt.

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