ChorDiSono hatte sich zum 20. Geburtstag einiges vorgenommen – und das Publikum in der voll besetzten Pirker Auferstehungskirche ließ sich nur allzu gerne darauf ein. Schon „Fields of Gold“ zu Beginn berührte mit seinem warmen, wunderbar homogenen Klang. Danach ging es mit „Kein schöner Land“ in einer schwungvollen, afrikanisch anmutenden Bearbeitung rhythmisch ordentlich zur Sache. Ob leise und innig, kraftvoll und getragen oder mit ordentlich Groove: Die Stimmen blieben stets erstaunlich geschlossen, gleichzeitig gestaltete Leiter Alexander Meiler die Stücke mit großer musikalischer Feinfühligkeit und sicherem Gespür für Dynamik.
Die farbige Beleuchtung der Kirche verstärkte die besondere Atmosphäre. Auch die Gassenhauer durften nicht fehlen: „Hallelujah“ aus „Shrek“ und „Skyfall“ sorgten für Begeisterung. Bei „Ich war noch niemals in New York“ und „Hallelujah, Sing a Song“ von „Milk and Honey“ wurde im Publikum hörbar gesummt und mitgewippt. Für besondere musikalische Farbtupfer sorgte Roland Assion an der Orgel. Seine fantasievollen Improvisationen ließen „Freude, schöner Götterfunken“ völlig neu erscheinen.
Mit einem augenzwinkernden „Happy Birthday“ gratulierte er dem Chor zum Jubiläum. Besonders eindrucksvoll: seine Vertonung von „Ubi Caritas“, die ChorDiSono mit seinem homogenen Klang zu einer eingängigen und tief wirkenden Komposition werden ließ – Musik, die sich neben den großen Namen der Chormusik keineswegs verstecken muss. Einer von vielen musikalischen Höhepunkten war „You Raise Me Up“. Hier zeigte sich eindrucksvoll, was in ChorDiSono steckt und wie Alexander Meiler seine Sänger zu großer emotionaler Wirkung führt. Wolfgang Dirscherl übernahm am Klavier souverän und feinfühlig die Begleitung.
Nach sechs Konzertblöcken und rund zwei Stunden Musik war das Publikum noch lange nicht satt. Zwei Zugaben mussten her. Auf das schwungvolle „Oh Happy Day“ folgte mit „Going Home“ ein ganz anderer, zutiefst berührender Schlusspunkt. Frank Hennig leitete das Stück am Flügelhorn mit den unverkennbaren Klängen aus Dvořáks „Aus der Neuen Welt“ ein. Als der Chor die Melodie aufnahm, wurde es ganz still. Ein Moment voller Gänsehaut – und einer, bei dem man durchaus einmal nach dem Taschentuch greifen durfte.

















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