20.01.2020 - 13:49 Uhr
PirkOberpfalz

Pirk ist stolz auf seine Blaskapelle

Die „Pirker Blech-Frösch“ spielen zünftig auf und ernten dafür viel Beifall. Den gibt es auch für das bewährte Führungsteam, das der Pirker Blaskapelle erhalten bleibt. Simon Knorr und Heike Schieder werden als Vorsitzende bestätigt.

Bei den Neuwahlen wird das Führungsteam der Blaskapelle Pirk, um Vorsitzender Simon Knorr (vorne Dritter von links) und Heike Schieder (rechts daneben) einstimmig im Amt bestätigt.
von Hans MeißnerProfil

Die Mitglieder der Pirker Blaskapelle wurden zur Jahreshauptversammlung standesgemäß musikalisch begrüßt. 42 Wahlberechtigte, Jugendlichen und einige Ehrenmitglieder hieß Vorsitzender Simon Knorr zur Jahreshauptversammlung in der „Auszeit“ willkommen. Knorr blickte auf ein weiteres erfolgreiches Jahr der „Pirker Blaskapelle“ zurück. "Auch im vergangenen Jahr mussten wir wieder einigen Anfragern einen Korb geben. Wir können leider nicht alle Wünsche erfüllen", bedauerte der Vorsitzende. "17 neue Mitglieder, 2 Todesfälle und 5 Austritte, das ergibt einen aktuellen Mitgliederstand von 263." Das erfreulichste im vergangenen Jahr sei, dass die Gemeinde der Kapelle die Miete für die angemieteten Räumlichkeiten erlassen hat, auch in Zukunft. "Die finanzielle Entlastung hilft uns weiter", war Knorr dankbar. Stolz könne man auf die „Pirker Blech-Frösch“ sein, einen Zusammenschluss der Bläserklasse und Auszubildenden. "Unsere Musiker haben wieder 17 große Auftritte absolviert, hinzu kommen noch viele kleine und natürlich die beiden Proben wöchentlich, ein enormes Pensum. Ein Riesenerfolg war wieder unser Starkbierfest, die Karten gehen komplett in Rekordzeit im Vorverkauf weg", erläuterte Knorr. Und kündigte an: Am 26. Januar machen wir eine Winterwanderung, anstelle einer Weihnachtsfeier.

Daniel Zimmerer ist als Kapellenleiter stolz auf die ehemaligen Musiker, die gerne und oft einspringen, damit die Auftritte in volle Personalstärke absolviert werden können. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Blaskapelle hätten die „Mischer“, ergänzte Zimmerer. "Wir haben nun einen guten Stamm, der hervorragend harmoniert." Die „Mischer“ hätten aber auch einen Wunsch, eine neue Anlage. Die aktuelle Anlage ist seit rund 20 Jahren im Einsatz. Kommendes Jahr werde eine neue oder gebrauchte angeschafft werden müssen. "Wir reden dann von einem fünfstelligen Betrag", so Zimmerer. Zehn Ausbilder kümmern sich derzeit um den Nachwuchs, es könnten aber einige mehr sein. "In zwei Jahren feiert unsere Kapelle das 50-jährige Bestehen, die Vorbereitungen werden im Laufe des Jahres anlaufen.

"Ein Erfolgsmodell ist die Bläserklasse der Josef-Faltenbacher-Schule", berichtete Leitern Kerstin Kiener. Mit dem Schuljahr 2018/19 begann der erfolgreiche Modellversuch. Die Kinder konnten durch Spenden kostenlos mit Instrumenten ausgestattet werden. Die Übungsfleißigsten erhielten kleine Präsente. Kiener als neue Jugendleiterin und Tobias Kick als neuer Kapellensprecher sind auch künftig vollwertiges Mitglied im Vorstand.

Erfreuliche Zahlen legte Michaela Forster als Kassiererin den Mitgliedern vor. Den erwirtschafteten Gewinn werde man in den kommenden Jahren gut gebrauchen können, so Forster. Die Haupteinnahme sei das Starkbierfest, das sehr gut angenommen werde.

Das Jahr 2020 wird den Musikern rund 50 Auftritte bescheren, kleine und große. "Die Jugendarbeit muss so fortgesetzt werden, es geht um die Zukunft der Blaskapelle", betonte Knorr. "Ich bin stolz auf unsere Musiker, die ihr Privat- und ihr Berufsleben nach den Terminen ausrichten."

Das Klima innerhalb des Vereines, der personelle Ausgleich und vieles mehr, würden von viel Harmonie bei der Pirker Blaskapelle zeugen, lobte Bürgermeister Michael Bauer. "Ich kann mich nicht erinnern, dass in letzter Zeit ein Verein in Pirk 17 neue Mitglieder in einem Jahr gewonnen hat. Ihr leistet zum einen hervorragende Jugendarbeit, aber zugleich auch Erziehungsarbeit. Beim Musikspielen lernt man auch Disziplin. Die Bläserklasse ist einmalig im Landkreis und auch für die Blaskapelle ein großer Gewinn."

Eine Kröte mussten die Mitglieder an diesem Abend dann doch noch schlucken, eine Beitragserhöhung. Simon Knorr erklärte die den Mitgliedern folgendermaßen: Die Versicherung der Musiker koste mehr als man Beitrag zahle. Um die Vereinskasse zu entlasten, aus der der Fehlbetrag ausgeglichen werden müsse, sei man gezwungen, den Mitgliederbeitrag zu erhöhen. Knorr schlug eine Erhöhung für die passiven Mitglieder von 8 auf 12 Euro und für die Aktiven von 4 auf 8 Euro vor. Ohne Widerspruch wurde dieser Vorschlag einstimmig angenommen.

Neuwahlen:

Zum letzten Mal während seiner Amtszeit übernahm Bürgermeister Michael Bauer die Leitung bei den Neuwahlen. Zügig gingen diese über die Bühne. Vorsitzender bleibt Simon Knorr, Stellvertreterin Heike Schieder, für die Protokolle bleibt Dieter Schwab verantwortlich, für die Finanzen ist weiterhin Michaela Forster zuständig. Als Beisitzer werden Dietmar Schaller, Günther Dippold und Erich Gallersdörfer fungieren.

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